Neue Therapie bei Heuschnupfen: Hyposensibilisierung in zwei Monaten

Neue Therapie bei Heuschnupfen kommt mit weniger Spritzen aus
Wenn die Angst vor der Spritze größer ist als die Freude, die Arzthelferin zu treffen: die neue Allergie-Therapie kommt mit acht Spritzen aus

Schnelle Hyposensibilisierung bei Heuschnupfen: Eine neue Behandlung soll Pollenallergikern mit nur acht Injektionen helfen

Nur acht Injektionen innerhalb von zwei Monaten sollen Heuschnupfen stoppen. Das verspricht eine neue Kurztherapie gegen Heuschnupfen. Dabei werden allergieauslösende Substanzen direkt in die Lympfknoten der Patienten gespritzt – das soll Patientenangaben zufolge sogar weniger schmerzhaft sein als die übliche Behandlung. Die schnelle Hyposensibilisierung testeten Wissenschaftler der Universität Genf nach eigenen Angaben erfolgreich an Allergiepatienten. Zur Info: Eine Hyposensibilisierung dauert bisher etwa drei Jahre, in denen die Patienten über 50 Spritzen erdulden müssen.

Die Mediziner um Gabriela Senti vom Universitätsklinikum Zürich verglichen die neue Therapie in einer Vergleichsstudie mit der klassischen Behandlung. Dabei habe die Kurztherapie die gleichen Erfolge wie die konventionelle Überempfindlichkeits-Behandlung gezeigt, allerdings mit weniger Nebenwirkungen. Daneben hätten die Testpersonen die neue Impfung als weniger schmerzhaft empfunden und während der Pollensaison sogar weniger Medikamente benötigt.

Auch die Abbrecherzahlen der Studie belegen, dass die neue Therapie von Allergikern viel besser angenommen werden könnte als die langwierige klassische Behandlung, die nur jeder Zwanzigste anwendet. Von den 66 Patienten der Kurztherapie habe kein einziger abgebrochen. Von den 99 Probanden, die in die Gruppe mit der konventionellen Behandlung gelost wurden, seien schon 45 nicht zur ersten Sitzung erschienen. Von den verbleibenden 54 hätten nur 32 die ganze Therapie durchgehalten.

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