Sexleben: Im Bett nicht bei der Sache

Was geht ihnen wirklich durch den Kopf?
Woran denken Mann und Frau beim Sex?

Männer und Frauen denken beim Sex häufig an alles – nur nicht an Sex und bringen sich so um ihren Spaß

Frauen und Männer sind beim Sex oft abgelenkt. Denn im Bett beschäftigen sich Paare häufig mit nicht-erotischen Gedanken, so Forscher der kanadischen Universität von Waterloo. Demnach denken Männer beispielsweise daran, nicht zu früh zu kommen und Frauen an ihre vermeintliche Zellulitis. Eine weitere Erkenntnis: Je mehr sich Männer von solchen Ängsten ablenken lassen, desto häufiger leiden sie unter Impotenz.

Die Psychologinnen Christine Purdon und Laura Holdaway hatten Studenten zu deren Sexualleben befragt. Es zeigte sich, dass über 90 Prozent beim Sex im Kopf nicht bei der Sache waren. Stattdessen fragten sich Frauen häufig, ob sie attraktiv genug seien und was ihr Partner für sie empfände. Männer hingegen beschäftigen sich nach Angaben der Forscher hauptsächlich mit Versagensängsten oder Problemen im Job.

Beide fürchten sich vor einer Schwangerschaft oder davor, sich mit einer Infektion anzustecken und anderen möglichen Folgen. Bei Ehepaaren sind diese Ängste – naturgemäß – schwächer ausgeprägt. Purdon und Holdaway raten dazu, künftig stärker zu beachten, wie sich Gedanken dieser Art auf Sexualstörungen auswirken können.

Die Studie untermauert, laut Purdon und Holdaway, die Erkenntnisse der bekannten Sexualforscher Masters und Johnson aus den Sechzigerjahren: Nur wer beim Sex wirklich bei der Sache ist, findet sexuelle Erfüllung.

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