Virenabwehr: Immunsystem übertreibt bei Rauchern

Raucher wehren sich zu sehr gegen Grippeviren
Immunsystem von Rauchern wehrt sich zu stark gegen Grippe

Für Tabakliebhaber ist Grippe eine größere Gefahr – weil ihr Abwehrsystem stärker reagiert als bei Nichtrauchern

Das Immunsystem von Rauchern wehrt sich zu viel und nicht wie bisher angenommen zu wenig gegen Grippeviren. Deshalb leiden sie mehr als Andere, schließen US-amerikanische Forscher aus Experimenten mit Mäusen.

Die Kombination von Rauch und Virus macht dem Abwehrsystem so sehr zu schaffen, dass es sich unverhältnismäßig wehrt. Forschungsleiter Jack Elias drückt dies so aus: "Es ist so, als ob es die Krankheitserreger mit einem Vorschlaghammer statt der Fliegenklatsche bekämpft." Deshalb zeigen Raucher bei einer Infektion besonders heftige Reaktionen, zum Beispiel Gewebeschäden in der Lunge. Bei Grippe-Epidemien sind es vermutlich auch deshalb vermehrt Raucher, für die eine Erkrankung tödlich endet.

Elias sieht große Chancen in dieser neuen Erkenntnis, wenn sie sich bei Studien mit Menschen bestätigen lasse. Dann könnte man Ansätze finden, um Infektionssymptome und vor allem die Schäden an den Atemwegen von Rauchern zu mildern.

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