Schnarchfrei: Implantat gegen Schlafapnoe

Ein Zungen-Implantat hilft gegen Schlafapnoe
Das Zungen-Implantat lässt nicht nur Sie ruhiger Schlafen

Wer unter dem Schlafapnoe-Syndrom leidet, könnte bald aufatmen: Ein Zungen-Implantat hält offenbar die Atemwege frei

Gegen Schlafapnoe gibt es womöglich bald Abhilfe. Eine US-Firma hat ein Implantat entwickelt, das die Atemaussetzer während des Schlafes unterbinden soll.

Das gefährliche Schlafapnoe-Syndrom äußert sich durch unruhigen Schlaf, Atemaussetzern, lautes Schnarchen, Müdigkeit am Tag und sogar Sekundenschlaf. Bisherige Behandlungen sind schmerzhaft, aufwendig und lösen das Problem oft nicht.

ImThera, eine Firma aus San Diego, verbindet bei der Behandlung einen Neurostimulator mit einem Zungennerv (Nervus hypoglossus). Der Stimulator setzt dabei elektrische Impulse frei. "Ziel ist es, die Atemwege frei zu halten, indem die Zunge sie nicht mehr blockieren kann", erklärt Firmenpräsident Marcelo Lima. Die Impulse aktivieren bestimmte Muskeln der Zunge. Folge: Die Zunge kann sich nicht mehr entspannen, fällt nicht zurück und blockiert die Atemwege nicht mehr, so die Entwickler.

Als Energiequelle nutzt ImThera einen wiederaufladbaren Pulsgenerator, der oberhalb des Brustmuskels eingesetzt wird. Erste Tests verliefen zufriedenstellend, erklärten die Forscher. Momentan wird die Behandlung in einer klinischen Studie verfeinert und getestet.

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