Erektile Dysfunktion: Impotenz warnt vor Herzinfarkt

Erektionsstörungen immer früher
Impotenz als Vorbote für Herzkrankheiten: Das Risiko für einen Infarkt ist doppelt so hoch!

Männer mit Erektionsstörungen sind wesentlich anfälliger für Bluthochdruck, Schlaganfälle und andere Herzleiden

Männer mit erektiler Dysfunktion (ED) haben ein doppelt so hohes Risiko einen Herzinfarkt zu bekommen als Männer ohne Potenzproblem, so das Ergebnis einer Studie der Universität des Saarlandes. Grund: Die Arterien im Penis seien sehr eng und daher besonders anfällig für Gefäßkrankheiten. Hat ein Mann also Probleme mit seinem besten Stück, so Studienleiter Michael Böhm, kann das auch ein Signal für Arterienverkalkung und somit drohende Herzprobleme sein.

Das Risiko für impotente Männer an einer Herzkrankheit zu sterben, sei 1,9-mal so groß wie bei Männern ohne Erektionsstörungen. Außerdem kommen Männer mit ED 1,2-mal so oft mit einem Herzfehler ins Krankenhaus und erleiden 1,1-mal so häufig einen Schlaganfall, so das Ergebnis der in Circulation: Journal of the American Heart Association veröffentlichten Studie.

"Viele Männer mit Erektionsstörungen gehen nur zum Allgemeinmediziner oder Urologen und lassen sich Viagra oder ähnliches verschreiben. Die Medikamente wirken und schnell wird das Problem vergessen. Wichtig ist aber, dass man sich dann auch auf Herzkrankheiten untersuchen lässt," rät Böhm. "Potenzstörungen sollten deswegen auch immer in der Patientenakte aufgelistet sein."

Die deutschen Forscher um den Kardiologen Michael Böhm untersuchten 1519 Männer aus 13 Ländern.

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