Von XXS bis XXL: In 6 Schritten zur richtigen Kondomgröße

So finden Sie den passende Gummi für jede Form
Nicht die Länge zählt, sondern die Breite! Hätten Sie nicht gedacht? Ist bei Kondomgrößen aber so!

Ein Kondom ist nur dann ein sicherer Schutz, wenn es richtig sitzt. So finden Sie die passende Kondomgröße

Das Problem mit schlecht sitzenden Kondomen

Sie gehen in der Drogerie lässig mit Kingsize-Packung an die Kasse? Aber nur wenn’s auch passt. Das Problem bei einem zu großen Kondom: „Es kann leicht abrutschen, sich wieder zurückrollen und es kann Sperma austreten“, erklärt Andreas Gloël, Diplom-Sozialpädagoge und Sexualpädagoge von Pro Familia in Hamburg. Aber auch zu enge Kondome können Ihnen zum Verhängnis werden: „Sie spannen, wodurch das Material zusätzlich beansprucht wird“, sagt der Experte. Und sie können dazu führen, dass Ihre Erektion schlapp macht.

So sitzt ein gutes Kondom

„Es sollte eng anliegen, sich aber nicht unangenehm anfühlen“, sagt Gloël. „Wenn Luftblasen entstehen, ist das ein klares Indiz dafür, dass das Kondom zu groß ist“. „Falten“ allerdings ließen sich oft nicht vermeiden, da jeder Penis individuell geformt ist. „Das Überrollen sollte Ihnen keine Schmerzen bereiten. Sonst brauchen Sie ein breiteres Kondom“, meint der Experte.

Diese 6 Schritte helfen Ihnen, die richtige Kondomgröße zu finden

Ihre Liebste hilft Ihnen bestimmt gern bei der Suche nach der richtigen Kondomgröße – © artemisphoto / Shutterstock.com

1. Auf die Breite achten

„Nicht die Länge zählt, sondern die Breite“, so Gloël. Hätten Sie nicht gedacht? Ist bei Kondomgrößen aber so! Wenn das Kondom zu kurz ist und zwei Zentimeter am Ansatz des Penis unbedeckt bleiben, ist das kein Problem. „Wenn es im Gegenteil zu lang ist, rollen Sie den Rest einfach nicht aus“, sagt der Experte.

2. Die Größe berechnen

„Legen Sie ein flexibles Maßband um die dickste Stelle Ihres erigierten Penis“, rät Gloël. So messen Sie den Umfang. Die richtige Breite des Kondoms berechnen Sie, indem Sie den Umfang durch 2 teilen.

3. Standardkondome

„Üblich ist eine Breite von 52 Millimetern und eine Länge von 185 Millimetern“, so Gloël. Wenn auf der Verpackung kein Namenszusatz steht, der Hinweis auf eine andere Größe gibt, ist es ein Standardkondom.

4. Die Größe erkennen

„An der Seite oder auf dem Rücken der Verpackung ist die Breite des Kondoms vermerkt“, erklärt Gloël. Breitere Kondome nennen sich häufig „Large“, „ Kingsize“ oder „Groß“. Schmalere haben oftmals „Slim“ oder „Small“ im Namen.

5. Kondome in anderen Größen

Die meisten Kondome sind 49 bis 55 Millimeter breit. „Die gibt es in Drogeriemärkten, in der Apotheke, oftmals aber auch an Tankstellen und in Automaten“, so Gloël. Größen, die stärker von der Standardbreite abweichen, gibt‘s in Online- und Sexshops. Einige Marken wie My.Size, Coripa und Theyfit haben sich darauf spezialisiert und bieten bis zu 95 verschiedene Größen an, die sich nicht nur nach der Breite, sondern auch nach der Länge richten.

6. Die richtige Form

„Die Form des Kondoms sollte möglichst der des Penis entsprechen“, rät der Sexualpädagoge. Wenn Sie merken, dass die Standardform an der Eichel zu eng ist, nehmen Sie ein Kondom mit extra großem Kopfteil. Ist es im Gegenteil an der Peniswurzel zu eng, hilft eines, das zum Schaft hin breiter wird. Wenn die Breite an sich stimmt, das Kondom aber trotzdem abrutscht oder sich Luftbläschen bilden, wählen Sie ein Kondom, das hinter der Eichel enger wird. Solche Kondome nennen sich tailliert, anatomisch oder konturiert. „Rippen, Rillen oder Noppen haben keinen Einfluss auf die Passform“, sagt der Experte. „Sie sollen das Benutzen lediglich zu einem gefühlsintensiveren Erlebnis machen.“ Einen guten Überblick über Formen bietet die Kondomotheke.

Kein passendes Kondom zur Hand?

Wenn Sie kein Kondom in der richtigen Größe zur Hand haben, rät der Experte: „Verwenden Sie ein Standardkondom. Wenn Ihnen sichere Verhütung wichtig ist, ist das besser als gar keines zu verwenden, auch wenn das Risiko einer Verhütungspanne damit höher ist.“ Schauen Sie deshalb während des Geschlechtsverkehrs nach, ob es noch richtig sitzt. Generell gilt: „Wägen Sie zwischen Risiko- und Lustfaktor ab“, so Gloël. Wenn Ihnen schon beim Gedanken an ein Kondom die Erektion flöten geht, sprechen Sie mit Ihrer Partnerin über Alternativen.

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