Insektenschutz: Hilfe gegen Wespen, Bienen, Zecken und Mücken

Stechmücke und ihr Opfer
Sommer ist die Hochzeit der Insekten

Bienen und Wespen sowie Zecken und Mücken stechen und beißen nur, wenn Sie sich Ihnen ausliefern. So bleiben Sie in Deckung

Eine lange Hose ist das Mittel der Wahl gegen Zecken. Denn die Blutsauger, die Erkrankungen wie Hirnhautentzündung (FSME) und Borreliose übertragen, hechten sich nicht etwa von Bäumen auf vorbeiwandernde Menschen, sondern sie sitzen in Bodennähe auf Grashalmen, in Sträuchern und im Unterholz.

Je länger eine Zecke Blut saugt, desto höher ist die Gefahr einer Infektion. Wissenschaftler sammelten in Passau frei laufende Zecken und stellten fest, dass nur 1,2 Prozent der Tierchen so viele FSME-Viren enthielten, dass sie die Nachweisgrenze überschritten. Zecken, die am Menschen angedockt und mit der Blutmahlzeit begonnen hatten, wiesen dagegen in 9,3 Prozent der Fälle Virenmengen über der Nachweisgrenze auf. Die Krankheitserreger vermehren sich also schnell, sobald Blut verfügbar ist. Auch das Risiko für Borreliose steigt mit der Saugdauer. Gegen FSME kann man sich impfen lassen, gegen Borreliose nicht. Haupt-Risikogebiete sind Bayern, Baden-Württemberg und der Odenwald. „Auch in Thüringen wurde FSME jetzt in drei Landkreisen nachgewiesen“, so Irene Lukassowitz vom Bundesinstitut für Risikobewertung.

Nicht hauen und stechen: Bienen, Wespen oder Hornissen stechen nicht, wenn man sie nicht reizt. Reizvoll für die Stecher wirken aber leider nicht nur Zappeleien und Hiebe, sondern auch Düfte und Farben. Legen Sie sich daher besser unparfümiert in die Sonne und tragen Sie beim Grillen kein Hawaiihemd.

Mückenschutzmittel zum Einreiben überdecken den Hautgeruch und blockieren den Geruchssinn der blutsaugenden Insekten. Auch ätherische Öle sind dafür gut geeignet. Laut der Zeitschrift „Ökotest“ hält zum Beispiel die pflanzliche Contra-Mück-Lotion von Dr. Pfleger Stechmücken bis zu fünf Stunden lang von Ihnen fern.

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