Ernährung: Ist Fisch aus der Dose gesund?

Frage: Fisch ist gesund – das habe selbst ich inzwischen begriffen. Aber muss er immer fangfrisch sein, oder reichen auch Sardinen aus der Dose?
Andreas Büchelmaier, Kulmbach
Offene Fischdosen gekühlt lagern und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen
Fisch schwimmt in der Dose leider oft in Öl

Unsere Antwort:

Nun, der Zungenbrecher heißt nicht umsonst: Fischers Fritz fischt frische Fische. "Fisch aus Konserven ist fetter als normaler Fisch, da er fast immer in Öl schwimmt", sagt Monika Erdmann, Diplom-Ökotrophologin bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Frankfurt. "Der Nährwertgehalt wird praktisch bei jeder Art von Verarbeitung durch Fett-, Salz- und Zuckerzusätze verändert." Thunfisch in Öl zum Beispiel liefert ein Viertel mehr Energie, 30 Prozent mehr Fett und sogar 500 Prozent mehr Salz als die frische Variante. Sein Pluspunkt auf der anderen Seite: Durch den Zusatz von Ölen (Sonnenblumen- oder Weizenkeimöl) steigt der Vitamin-E-Gehalt.

Und wenn wir schon über Blech reden: Ist die Fischdose einmal offen und wird wider Erwarten nicht vollständig geleert, kann der Rest in einem verschlossenen Behältnis im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von zwei Tagen verzehrt werden. Sofort in den Müll gehören dagegen Dosen mit aufgeblähten, ausgebeulten Deckeln: In ihnen steckt nicht nur lecker Fisch, sondern wahrscheinlich auch die eine oder andere gefährliche Bakterie, die eine Lebensmittelvergiftung verursachen könnte.

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