Linolsäure: Linolsäure kann dem Herz schaden

Die ungesättigte Fettsäure Linolsäure kann Entzündungen in den Blutgefäßen fördern und so das Risiko für Herzerkrankungen steigern, berichten US-Forscher.

Die ungesättigte Fettsäure Linolsäure ist eine so genannte Omega-6-Fettsäure, sie kommt u.a. in Maiskeim- und Distelöl vor, aber auch Fast Food kann eine Menge Omega-6-Fettsäuren enthalten.

In wesentlich stärkerem Maß als ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, die vor Herzerkrankungen schützen können, scheint Linolsäure Gene zu aktivieren, die Entzündungen in den Blutgefäßen fördern, was einen Risikofaktor für Herzinfarkte darstellt.

Außerdem scheint Linolsäure die Selbstschutzkräfte der Zellen vor Oxidationsschäden duch freie Radikale zu mindern, berichten die Forscher im American Journal of Clinical Nutrition.

Schutz durch Olivenöl
Ölsäure, ein Hauptbestandteil des Olivenöls, hatte in den Untersuchungen der Forscher dagegen keinen Effekt auf die Entzündungsfaktoren der Blutgefäße oder konnte diese sogar blockieren.

Trotzdem braucht man Linolsäure-haltige Lebensmittel nicht gänzlich vom Speiseplan zu streichen: "Das wahre Problem ist, das die Menschen fettreiche Speisen essen, die viel Omega-6-Fettsäuren enthalten, ohne ihre Ernährung mit Antioxidantien auszugleichen" – Verbindungen, die frei Radikale neutralisieren –, sagt Dr. Michal Toborek von der University of Kentucky in Lexington.

Grünzeug gegen freie Radikale
Man muss also mit reichlich Obst und Gemüse ausgleichen, die – in Form von Vitaminen und anderen Schutzstoffen - reichlich Radikalenfänger liefern: "Wenn man große Mengen an Antioxidantien konsumiert, sind ungesättigte Fette gesünder als gesättigte Fette", so Toborek.

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