Männlichkeit: Je muskulöser, desto männlicher

Unbekannte Einblicke in die Muskulatur
Männer, die unter Muskelsucht leiden, halten sich häufig für männlicher als andere Männer

Gestörte Selbstwahrnehmung: Männer, die unter Muskelsucht leiden, bezeichnen sich häufig als besonders mannhaft

Wann ist ein Mann ein Mann – für einige Männer offenbar dann, wenn er besonders viele Muskelpakete aufzuweisen hat. Der Ansicht sollen nämlich einige Bodybuilder sein, die unter Muskeldysmorphie (auch Muskelsucht genannt) leiden, wie jetzt Forscher in einer Studie an der Universität Sydney herausgefunden haben wollen. Muskelsüchtige streben nach einem immer definierteren Körper und haben – trotz ohnehin schon extrem muskulöser Statur – das Gefühl, viel zu schmächtig zu sein. Kurzum: Ihr Selbstbild ist gestört und ähnelt dem von Magersüchtigen.

Gleichzeitig sollen Männer, die an Magersucht leiden, von sich selbst behaupten, weniger männlich zu sein, so Dr. Stuart Murray, Leiter der Studie. Er betonte, dass die Statur keineswegs Aufschluss darüber geben würde, wie männlich oder unmännlich eine Person sei. Die Selbstwahrnehmung beider Extrema sei lediglich ein Indiz dafür, wie sehr sich Männer heutzutage unter Druck setzen würden, um dem Begriff "Männlichkeit" gerecht zu werden.

Sponsored SectionAnzeige