Schmerzforschung: Jeder Kuss wie Aspirin?

Jeder Zungenkuss wie eine Aspirin?
Wirkt ein Kuss womöglich wie eine schmerzlindernde Betäubung?

In Speichel ist offenbar ein natürliches Schmerzmittel enthalten, das wirkungsvoller ist als Morphium

Im Speichel von Menschen befindet sich laut einer Studie offenbar ein natürliches Schmerzmittel, welches um ein Mehrfaches wirkungsvoller ist als Morphium. Seine Entdecker vom Institut Pasteur in Paris glauben, dass die vom Körper produzierte Substanz in der Schmerztherapie und bei Stimmungsschwankungen zur Anwendung kommen könnte.

Die Wissenschaftler hatten vor kurzem bei Ratten einen potenten Schmerzhemmer entdeckt, eine Substanz namens Sialorphin. Daraufhin untersuchten sie gezielt, ob Menschen ein ähnliches Schmerzmittel produzieren. Und sie wurden fündig: Im menschlichen Speichel stießen sie auf ein kleines Protein, das dieselbe Klasse von Eiweißen hemmt wie das Sialorphin der Ratten.

Folgestudien sollen nun prüfen, welche Umstände im Körper die natürliche Produktion von Opiorphin – so die Bezeichnung der Substanz – hervorrufen.

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