Männer-Idole: An diesen Männern nehmen sich unsere User ein Vorbild

Lauf gegen Krebs: Marco Steffan
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Die Men's Health-Redaktion hat ihre Idole 2016 in den Kategorien Engagement, Stil und Sport gekürt. Und unsere User haben daraus Ihren Favoriten gewählt. Sehen Sie selbst. Die Top 3 zuerst

Lauf gegen Krebs: Platz 1 im User-Voting: Marco Steffan

Kategorie: Engagement

Nachdem sein Sportkamerad Alexander Breithaupt ihm am Telefon seine Krebsdiagnose gebeichtet hatte, änderte der Jurist und Extremsportler sein Leben, hob mit Freunden die Initiative Athletes for Charity (www.athletesforcharity.de) aus der Taufe, wo man durch  sportliches Engagement Geld für soziale Projekte sammelt.

Mit 670 Stimmen klarer Sieger im User-Voting

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Style im Bild : Platz 2 im User-Voring: Martin Meyer

Kategorie: Stil

„Ich bin ein Träumer”, erzählt der Hamburger und erinnert sich an die ungläubigen Reaktionen, als er vor 4 Jahren entschied, seinen Traum wahr zu machen: sich selbst in aktueller Männermode an den ungewöhnlichsten Schauplätzen der Welt zu fotografieren (www.look-scout.de).

Wille für Wasser: Benny Adrion
3 / 15 | Wille für Wasser: Benny Adrion

Wille für Wasser: Benny Adrion

Kategorie: Engagement

Als Galionsfigur würde er sich am liebsten selbst abschaffen. Er steht auf Teamwork. „Je mehr Leute, desto mehr Ideen“, sagt der 35-jährige Hamburger. Mehr als 12 000 Unterstützer füllen den Verein Viva con Agua inzwischen mit Leben. Wobei Verein verstaubt klingt — Viva con Agua ist ein Kosmos, der sich immer weiter ausbreitet, ein Netzwerk, das immer neue Fäden knüpft. Vor etwa 10 Jahren kehrte der damalige Mittelfeldspieler des FC St. Pauli von einem Trainingslager auf Kuba zurück und war „schockiert von der schlechten Trinkwasserversorgung dort“, erzählt Adrion. Dagegen wollte er etwas tun. „Anfangs war es eine Schnapsidee, aber es wurde eine riesige Bewegung, die das schwierige Thema spielerisch angeht.“ Rund 4,5 Millionen Euro sind seit der Gründung von Viva con Agua zusammengekommen. Im Gegensatz zu vielen anderen Wohltätigkeitsorganisationen motiviert der Verein besonders junge Leute zum Spenden und Mitmachen. Im Sommer sammeln Hunderte von Freiwilligen Pfandbecher auf Musikfestivals. Von jeder Flasche Mineralwasser, die Viva con Agua verkauft (2015: 13 Millionen), gehen 5 bis 17 Cent an den guten Zweck. Zum Jubiläum rollt Adrion nun mit seinem Team das andere Ende des Wasserkreislaufs auf: Abwasser. Denn saubere Sanitär- anlagen sind in Entwicklungsländern genauso bedeutend wie sauberes Trinkwasser. Also gibt es seit diesem Sommer ein neues Charity-Produkt aus St. Pauli: Viva-con-Agua-Toilettenpapier. Infos und ein Spendenkonto gibt es unter www.vivaconagua.org

4 / 15 | Brillen für alle: Martin Aufmuth

Brillen für alle: Martin Aufmuth

Kategorie: Engagement

Manchmal gibt es für ein Problem längst eine Lösung, aber es braucht erst noch einen, der beides zusammenbringt — so wie Martin Aufmuth. Rund 150 Millionen Menschen auf der Welt können sich keine notwendige Brille leisten. „In einem Laden sah ich eine chinesische Lesebrille für 1 Euro“, erzählt der Allgäuer Lehrer. Er konstruierte eine Maschine, mit der sich so eine Sehhilfe ohne Strom in Afrika herstellen lässt. Seit 2 Jahren kümmert sich der 42-Jährige in Vollzeit um den gemeinnützigen Verein EinDollarBrille (eindollarbrille.de) — und findet außerdem Zeit für immer neue soziale Projekte.

5 / 15 | Kraft für Kids: Daniel Magel

Kraft für Kids : Daniel Magel

Kategorie: Engagement

Der heute 33-jährige Kasache erlebte nach seiner Ankunft in Deutschland selbst, was es heißt, sich durchzubeißen. Aus diesem Grund initiierte er in Bremen 325 Hood Training (www.hoodtraining.de), ein soziales Projekt für Jugendliche in Problemvierteln, die beim Calisthenics Frust abbauen und lernen, Konflikte zu lösen.

6 / 15 | Hilfe für Surfer: Christopher Fuhrhop

Hilfe für Surfer: Christopher Fuhrhop

Kategorie: Engagement

Die Idee: ein Lebensretter für Wassersportler — so wie der Helm für Radler. Die Lösung: Restube (www.restube.com/de), eine Boje für die Hosentasche. Ein kurzer Zug am Auslöser, und in Sekundenschnelle bläst sich Restube auf. Dafür haben Fuhrhop und sein Mitstreiter Marius Kunkis 2015 den Deutschen Gründerpreis erhalten.

7 / 15 | Design im Alltag: Christian Zanzotti

Design im Alltag : Christian Zanzotti

Kategorie: Stil

Mit dem Wort „Stil” hat dieser Mann so seine Probleme. „Ich glaube, es geht weniger darum, einen Stil zu finden, sondern eine eigene Herangehensweise und eine eigene Einstellung zu den Dingen”, so der 1985 in Südtirol geborene Produktdesigner, der seit 3 Jahren in München lebt und arbeitet (www.zanzotti.com). Zanzottis Herangehensweise trifft offenbar den Nerv der Zeit. Spätestens seit er 2014 mit dem German Design-Award als bester Newcomer ausgezeichnet wurde, gilt er in Fachkreisen als das wichtigste Nachwuchstalent des Landes. Er entwirft vor allem Dinge des täglichen Gebrauchs: Hocker, Sessel, Tische, Räder, E-Bikes und eine Wasserpfeife. An jedem Teil arbeitet er seine persönliche Checkliste ab: „Es soll einfach sein, soll Charakter haben und doch funktionieren. Eben reduziert, aber trotzdem konsequent.” So wie sein Singlespeed-Bike, für das er im Jahr 2014 prämiert wurde. Ausgehend vom Rahmenmaterial Carbon entwarf er eine Konstruktion, die so leicht und filigran wirkt, als würde sie gleich abheben. „Das Material spielt für mich eine maßgebliche Rolle bei der Formfindung”, sagte er mal im Interview, denn: „Es verleiht jedem Produkt seinen Charakter.”

8 / 15 | Genuss mit Sternen: Kevin Fehling

Genuss mit Sternen: Kevin Fehling

Kategorie: Stil

Mit seinem Lokal The Table (www.thetable-hamburg.de) hat der jüngste Dreisternekoch Deutschlands in der Hamburger Hafencity aus dem Stand heraus die höchste Auszeichnung der Michelin-Tester erhalten. Sein Restaurant gilt als aufregendste Neueröffnung der letzten Jahre. 

9 / 15 | Gefühl für Mode: Justin O'Shea

Gefühl für Mode: Justin O'Shea

Kategorie: Stil

Der Australier lebt in München, kam als Seiteneinsteiger in die Modebranche. Vielleicht ist es sein dadurch unverstellter Blick für das Wesentliche, der ihn so erfolgreich sein lässt. Als Fashion-Director von mytheresa.com machte er aus einem kleinen Laden eine Online-Boutique für Luxusmarken, mit dreistelligem Millionenumsatz. Er wechselte von der Frauen- zur Männermode und ist jetzt Creative Director beim italienischen Anzugschneider Brioni. O’Shea (hat 79 000 Instagram-Follower): „Männermode bietet heute mehr Möglichkeiten als je zuvor.”

10 / 15 | Punk im Anzug: Clemens Schick

Punk im Anzug: Clemens Schick

Kategorie: Stil

„Männer sollten sich nicht zu sehr mit sich selbst befassen”, sagt Clemens Schick — und zeigt auf der Kinoleinwand, wie man mit Natürlichkeit und Lässigkeit bleibenden Eindruck hinterlässt, ob nun als Bond-Bösewicht in „Casino Royale“ oder kürzlich in „4 Könige”. Jede Narbe in seinem Gesicht erzählt eine Geschichte aus seinem Leben, und modisch ist Clemens Schick schlechter Geschmack lieber als gar keiner. Er selbst ist stets stilsicher, gilt als einer der bestangezogenen Männer Deutschlands. Dabei war seine erste modische Prägung eine recht extreme — die wilde Punk-Phase seiner Schwester.

11 / 15 | Jung zum Chef: Julian Nagelsmann

Jung zum Chef: Julian Nagelsmann

Kategorie: Sport

Zwei, drei Klicks im Internet — und schon ist man mittendrin, in der Hoffenheimer Kabine zur Halbzeit. Die Spieler haben sich zu einem Kreis verkettet. Julian Nagelsmann hat sich eingereiht, er beginnt ruhig, wird dann aber bald lauter: „Männer, wir wollen noch einmal rausgehen heute und allen beweisen, dass wir die beste Mannschaft der Liga sind. Heute jagen wir nicht nur den Gegner — heute jagen wir jeden Rekord!” Als er die letzten vier Silben spricht, überschlägt sich seine Stimme derart, dass man eigentlich mindestens 5 Ausrufezeichen dahinter setzen müsste, um den Klang seiner Worte an- gemessen wiederzugeben. Für Kabinenansprachen, die unter die Haut gehen, ist Nagelsmann berühmt — und für sein Alter: jüngster Trainer der Bundesliga mit 28 Jahren. Ginge es nach dem traditionellen Männerbild, dürfte er kein Erstliga-Coach sein. Respekt durch Erfahrung? Fehlanzeige. Klar, bei einem Trainer im Spieleralter bestehe die Gefahr, „dass die Distanz verloren geht. Aber es hilft einfach, die Sprache der Spieler zu sprechen und ihre Sorgen, Nöte und Ängste nachvollziehen zu können”, sagt Nagelsmann. Und der Erfolg gibt ihm Recht: Die TSG 1899 Hoffenheim hat den Klassenerhalt in der Bundesliga geschafft. Danach sah es lange nicht aus. „Ich persönlich stecke mir immer hohe Ziele. Nächste Saison wollen wir nicht wieder bis zum vorletzten Spiel bangen.” 

12 / 15 | Stark gegen Burn-out: Jan Froderno

Stark gegen Burn-out: Platz 3 im User-Voring: Jan Frodeno

Kategorie: Sport

Immer Bestzeiten, immer Höchstleistungen — das hält der stärkste Sportler nicht durch. Der Triathlet Jan Frodeno spürte das nach seinem Olympiasieg 2008 am eigenen Körper: Burn-out, nichts ging mehr. Der gebürtige Kölner zog sich selbst aus dem Tief, ohne ärztliche Hilfe — gute Freunde halfen ihm dabei. „Ich habe kein Problem damit, Schwäche zu zeigen, dafür sind Freunde doch da.” Spätestens im vergangenen Jahr zeigte der heute 35-jährige Athlet, dass wieder mit ihm zu rechnen ist, und gewann den Ironman auf Hawaii. Die Ehrung als Sportler des Jahres 2015 war nach seinen vielen Top-Leistungen mehr als verdient.

13 / 15 | Zart trotz Härte: Marco Sailer

Zart trotz Härte: Marco Sailer

Kategorie: Sport

Ein Profi-Kicker beweist: Auch Hipster können Haltung zeigen. Der „furchterregendste Bart der Liga” (BILD) setzte als Model für PETA ein Zeichen für den Tierschutz. Als der SV Darmstadt 98 seinen Vertrag nicht verlängerte, zeigte Sailer Gefühle, verdrückte zum Abschied öffentlich Tränen.

14 / 15 | Gesund aufs Feld: Benjamin Köhler

Gesund aufs Feld: Benjamin Köhler

Kategorie: Sport

Es war die 77. Spielminute der Zweitligapartie Union Berlin gegen Eintracht Braunschweig im März, als Benjamin Köhler endlich wieder auf den Platz durfte: „Ein Gänsehautgefühl.” Nach der Diagnose Hodgkin-Lymphom  (einem bösartigen Tumor des Lymphsystems im Bauch), nach 6 Chemotherapien und einem 15-monatigen Kampf hatte der 35-Jährige 2 Ziele: die Krankheit besiegen und wieder Fußball spielen. Beides hat er geschafft. Sein Vertrag bei den Eisernen wurde just bis 2017 verlängert.

15 / 15 | Schnell am Fels: Ueli Steck

Schnell am Fels : Ueli Steck

Kategorie: Sport

Andere sammeln Gipfel, Steck sammelt Rekorde. Der Schweizer Extrembergsteiger erklomm das Matterhorn in unter 2 Stunden, gilt mittlerweile als schnellster Bergsteiger der Welt. Jetzt hat er sich eine Reihe von 8000er-Erstbesteigungen im Himalaya vorgenommen. Doch er will nichts erzwingen: „Für alles im Leben gibt es den richtigen Moment.” 

 

Worum geht's?

Das Männerbild befindet sich im Wandel. Die traditionelle Rolle des Ernährers ist längst ein Auslaufmodell. Der neue Mann ist mehr als das. Studien zeigen: Heute ist ihm „Gefühle zeigen“ (42 Prozent) wichtiger als „Härte“ (32 Prozent) und „Zärtlichkeit“ (44 Prozent) männlicher als „Überlegenheit“ (24 Prozent).

Men’s Health hat in Deutschland nach Männern gesucht, die zumindest auf ihrem Gebiet als neue Vorbilder dienen. 

Diese Jury traf die Vorauswahl:

Professor Frank Sommer, Institut für Männergesundheit am UKE Hamburg 
Professor Theodor Klotz, Wiss. Vorstand der Stiftung Männergesundheit 
Stephan Geisler, Fitness-Professor an der IST-Hochschule Düsseldorf 
Detmar Karpinski, Geschäftsführer der Werbeagentur KNSK 
Bernhard Schmittenbecher, Chef der PR-Agentur sports2business 
Benjamin Bieneck, Society-Experte bei „taff“ (Pro 7) 
Volker Baisch, Väterforscher und Gründer von vaeter-ggmbh.de
Kai Bösel, Start-up-Unternehmer und Blogger (daddylicious.de)
Markus Stenglein, Chefredakteur von Men’s Health
Yilmaz Aktepe, Fashion-Director von Men’s Health

    Den ganzen Artikel finden Sie in der August-Ausgabe von Men's Health.

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