Job und Freizeit: Bloß nicht mischen

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Job und Freizeit? Kein Problem, dass hatte er im Griff

Wer noch eben von zu Hause seine E-Mails prüft und ein paar Telefonate führt, weicht die Grenze zwischen Arbeits- und Freizeit auf – und macht sich unglücklich

Unterwegs vom Handy aus telefonieren, Abends noch ein paar E-Mails bearbeiten; die Flexibilität der Kommunikation hat die Arbeitswelt in den letzten Jahren umgekrempelt. Und das tut uns gar nicht gut, sagt Ellen Kossek von der Michigan Universität.

Im Gegenteil: Die Wissenschaftlerin fand heraus, dass Manager, die beide Bereiche verbinden, anfälliger für Familienkonflikte sind und darüber hinaus auch noch mehr arbeiten.

Kossek untersuchte an 300 Angestellten und 95 Abteilungsleitern, wie Arbeit mit gleichzeitiger Familienverpflichtung das persönliche Glück, die Leistung und die Arbeitszeit beeinflussen.

Das Ergebnis: Verschwimmen die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben, wirkt sich das negativ auf die Person aus. Und auch auf die Arbeitszeit: Im Schnitt 43 Stunden hatten die gearbeitet, die dafür nur ins Büro gingen. 45 Stunden dagegen die, die Arbeit mit nach Hause nahmen. Im Schnitt 52 Stunden pro Woche schufteten die, die dafür drei Plätzen benützten.

Mehr Arbeit, weniger Lob
Und die würden auch noch schlechter von ihren Chefs bewertet: Wahrscheinlich, weil die nicht wüssten, wie sie diese Arbeitstiere kontrollieren sollen, so Kossek.

Die Forscherin rät deshalb denen, die zu Hause arbeiten müssen, wenigstens ein eigenes Büro einzurichten, wenn möglich mit einem separaten Eingang.

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