Frühsport: Joggen nach dem Aufstehen?

Frage: Ich gehe morgens gleich nach dem Aufstehen joggen. Nun habe ich gehört, das sei ungesund, weil zu diesem Zeitpunkt das Blut noch zu dickflüssig sei. Stimmt das?
Claus Wagner, Hamburg
Joggen nach dem Aufstehen?
Mit einem Lauf fit in den Tag starten

Unsere Antwort:

"Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des Menschen unterliegt den Schwankungen des individuellen Biorhythmus", sagt Dr. Thomas Wessinghage, Facharzt für Orthopädie, Mettlach-Orscholz. Und dieser kann ja sehr unterschiedlich ausgeprägt sein, so Wessinghage. Während der "Abendmensch" erst am späten Vormittag und dann noch einmal in den Nachmittags- bis Abendstunden zu großer Form aufläuft, ist der "Morgenmensch" bereits kurz nach dem Aufstehen körperlich und geistig voll da. Laufen kann und soll jeder, wann es am besten zu seinem Rhythmus passt und am meisten Spaß macht. Daher spricht auch überhaupt nichts dagegen, den Tag mit einem lockeren Lauf zu beginnen.

Millionen von Menschen auf der ganzen Welt praktizieren dies mit großem Erfolg. "Dickflüssiges Blut", also eine erhöhte Viskosität und/oder Gerinnungsneignung des Blutes kann allerdings wirklich ein Problem sein. Doch eine sehr effektive Gegenmaßnahme ist Ausdauertraining, zum Beispiel Jogging! Wissenschaftliche Studien haben die hohe Effektivität des Ausdauertrainings bei der Vorbeugung von Durchblutungsstörungen wie Schlaganfall beziehungsweise Herzinfarkt eindeutig belegt. Allerdings hält der optimale Schutz nur rund 24 bis 48 Stunden an. Deshalb: regelmäßig laufen (oder schwimmen, radfahren, walken), am besten dreimal pro Woche! Für Frühaufsteher gern auch nach dem Motto: Mit einem Lauf fit in den Tag gestartet!

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