Samen-Burnout durch Marihuana: Joints verlangsamen Spermien

Eingeschränkte Spermienproduktion durch gespritzte Testosteron?
Spermien: langsamer durch Joints

Marihuana benebelt nicht nur Gehirn, sondern auch Spermien: Sie machen zu früh schlapp. Eventuell macht Kaffee ihnen aber wieder Beine

Auch Spermien werden high von Joints. Nur leider mit dem negativen Effekt eines Burnouts, wie Wissenschaftler entdeckt haben. Lani Burkman von der Universität Buffalo, USA, sagt: "Die Spermien von Marihuana-Rauchern bewegen sich zu schnell in einem zu frühen Stadium. So sind sie ausgebrannt, bevor sie überhaupt die Eizelle erreichen."

Der Forscher untersuchte das Ejakulat von 22 Männern, über einen längeren Zeitraum etwa zwei Joints pro Tag geraucht hatten. Im Vergleich zu Nichtrauchern hatten sie deutlich weniger Samenzellen. Außerdem spurteten die Zellen viel zu früh los. Normal sei, dass Spermien um so beweglicher werden, je näher sie an die Eizelle kommen. Die Joint-Spermien waren aber dann schon erschöpft, hätten also keine "Kraft" mehr für die Befruchtung.

Wer also bereits auf der Schwelle zur Unfruchtbarkeit steht, könnte mit ein paar Joints dafür sorgen, dass der Kindertraum buchstäblich in Rauch aufgeht. Schuld daran ist der Marihuana-Wirkstoff THC, für den nicht nur die Gehirnzellen Andockstellen besitzen, sondern auch die Samenzellen.

Wer glaubt, seine Ahnenreihe mit Drogen gekappt zu haben, hat aber noch eine letzte Chance: Brasilianische Forscher haben herausgefunden, dass Kaffee lahmen Spermien wieder auf die Sprünge helfen kann. Fabio Pasqualotto von der Uni in Sao Paulo berichtet, dass Sperma von Männern, die öfter Kaffee trinken, schneller und beweglicher seien, als die von Abstinenzlern.

Ob das jedoch den Spermien, die schon auf einem Hasch-Trip sind, noch Beine macht, ist fraglich. Wenn, dann wären die Nachkommen schon bei der Befruchtung schwer bekifft. Was für eine Aussicht auf das Leben...

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