Bluthochdruck: Kaffee erhöht Hirnschlag-Risiko

Kurbeln Kaffee und Espresso den Fettstoffwechsel an?
Regelmäßig zu viel Koffein erhöht das Risiko auf eine plötzliche Hirnblutung

Sex, Nase putzen und zu viel Koffein können lebensbedrohliche Folgen haben. Sie begünstigen plötzliche Hirnblutungen

Kaffeekonsum, Sex und anstrengende Tätigkeiten wie Nase putzen steigern offenbar das Risiko für eine Hirnschlag. Folge: erhöhter Blutdruck, wodurch wiederum Blutgefäße im Gehirn (Aneurysmen) platzen können, so eine niederländische Studie. Die Wissenschaftler des University Medical Center in Utrecht ermittelten mit Hilfe von 250 Patienten-Daten acht Faktoren, die einen so genannten Hirninfarkt (Schlaganfall durch Gehirnblutung) begünstigen:

  1. 10,6 Prozent: regelmäßiger Kaffeekonsum
  2. 7,9 Prozent: starke körperliche Betätigung
  3. 5,4 Prozent: Nase putzen
  4. 4,3 Prozent: Sex
  5. 3,6 Prozent: Anstrengung beim Stuhlgang
  6. 3,5 Prozent: Cola-Konsum
  7. 2,7 Prozent: sich erschrecken
  8. 1,3 Prozent: sich ärgern

In Deutschland sind laut der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zirka 250.000 Menschen jährlich von einem Schlaganfall betroffen. Aneurysmen (Erweiterungen des Blutgefäß-Querschnitts) platzen meist, wenn der Blutdruck plötzlich steigt, erklärt Studienleiterin Monique Vlak. Besonders gefährdet seien Menschen mit bereits angerissenen Blutgefäßen – ohne dass sie es womöglich wissen. Denn jeder 50. Mensch hat ein Aneurysma, welches aber nicht unbedingt platzen muss, behauptet Vlak.

Diese Risikofaktoren, die die Blutgefäße schwächen, solle man von vornherein bekämpfen: Übergewicht, Rauchen oder zu wenig Bewegung.

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