Arbeitsklima: Kaffee – der Jobkiller

Ein halber Kopf dank Kaffee
Kaffee macht kopflos

Von wegen Kaffee-Pause erleichtert die Arbeit: Koffein zerstört den Teamgeist und reduziert die Leistungsfähigkeit dramatisch

Wer bei der Arbeit eine Kaffeepause einlegt, wird dadurch nicht etwa leistungsfähiger. Gerade bei Männern hat Koffein eher den gegenteiligen Effekt: die Arbeitsleistung sinkt und der Wille zur Teamarbeit geht gegen Null.

Ein Psychologenteam der Bristol-Universität in England überprüfte zum ersten Mal den Koffein-Effekt auf Gruppen an 32 Kaffetrinkern. Denen wurde erklärt, dass sie stressige Aufgaben zu bewältigen hätten und dafür entweder einen Kaffee bekämen, der ihre Leistungsfähigkeit steigert oder einen, der Stress-ähnliche Effekte hervorriefe oder aber einfachen entkoffeinierten Kaffee. In Wahrheit bekamen sie Getränke mit 200 Milligramm Koffein oder ganz ohne.

Lindsay St Clair, die Leiterin der Studie erklärte, dass die Männer, die das Leistungs-steigernde Getränk trinken sollten, überraschenderweise typische Stresssymptome zeigten und weniger gut mit ihren Kollegen auskamen. Damit schnitten sie bei einem Vorsprech-Test schlechter ab. Bei mathematischen Aufgaben waren sie aber genauso gut.

Als die Testpersonen aber in einer Gruppe einen Survivaltest machen mussten, reduzierte die Kaffeepause den Stress. Trotzdem waren speziell die Männer danach weniger zur Teamarbeit bereit.

Jim Lane, Psychologe an der Duke-Universität in Carolina findet, dass Männer sensibler auf Koffein reagieren, weil sie sich eher bedroht oder herausgefordert fühlten, als Frauen. Generell scheint es eine gute Idee zu sein, bei Konferenzen auf Koffein zu verzichten, so die Wissenschaftler.

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