Lebensmittel: Kalorienfallen im Kleingedruckten

Die Industrie lässt im Kleingedruckten Spielraum für Schummelei
Die Fettfallen stecken im Detail

Wer im Supermarkt nicht aufpassst, tappt rasch in die Food-Falle. Wir zeigen, worauf Sie bei Lebensmittel-Packungen achten sollten

 

  • Name Die so genannte Verkehrsbezeichnung beschreibt ein Lebensmittel mit charakteristischen Merkmalen. Es gilt: Der Verbraucher muss erkennen, was er kauft. „Schon kleinere Abweichungen bedeuten häufig große Qualitätsunterschiede“, sagt  Armin Valet, Ernährungs-Experte bei der Hamburger Verbraucherzentrale. Sprich: In einer Pilzsuppe müssen auch Pilze drin sein, in einer Suppe mit Pilzgeschmack muss es lediglich ein entsprechendes Aroma sein. Im Süppchen  oben müsste also der Teufel stecken (oder Teile von ihm).
  • Preis Hier wird zwischen dem Endpreis – also dem, was man bezahlt – und dem Grundpreis (meist: Preis pro 100 Gramm) unterschieden. Beide müssen in unmittelbarer Nähe des Produktes, meist am Regal, zu erkennen sein. Achten Sie vor allem auf den Grundpreis, denn damit lassen sich unterschiedliche Packungsgrößen gut miteinander vergleichen. Außerdem verstecken Firmen hier gerne Preiserhöhungen: Der Endpreis bleibt gleich, aber die Packung wird kleiner – somit  erhöht sich der Grundpreis.
  • Optik Appetitanregende Fotos auf Packungen verleiten zum Kauf. So sind auf zahlreichen Behältnissen etwa Früchte abgebildet, die im Produkt gar nicht enthalten sind. „Das soll eine hohe Qualität suggerieren“, so der Experte. Tipp: Abbildung mit der Zutatenliste vergleichen. Das kostet Zeit, bewahrt Sie aber vor Fehlkäufen. Steht da das Wort „Serviervorschlag“, bitte zweimal hinschauen!
  • Nährwerte Die Angaben sind (noch) freiwillig. Das lässt der Industrie viel Spielraum für Schummelei. Sind Nährwerte angegeben, schauen Sie genau hin, auf welche Portionsgröße sich diese beziehen. Nicht selten geben Hersteller Werte für eine halbe Pizza an, obwohl (fast) jeder eine ganze isst.
  • Zutaten Diese Liste zeigt, woraus sich ein Produkt zusammensetzt. Die Zutaten werden dort absteigend nach Gewichtsanteil aufgeführt. Valet: „Wird ein Inhaltsstoff auf einem Produkt besonders herausgestellt, muss der prozentuale Mengenanteil angegeben werden.“ Auch Zutaten von Zutaten sowie Aromen, Zusatzstoffe und Allergene müssen dort aufgelistet sein. Was hinter den E-Nummern steckt, erfahren Sie übrigens übers Internet unter www.das-ist-drin.de.

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