Aids-Forschung: Hoffnung in der HIV Bekämpfung

Kampf gegen HIV und Aids
2012 infizierten sich 3400 Menschen in Deutschland mit HIV

Vor 30 Jahren wurde die Menscheit erstmals auf HIV aufmerksam. Seitdem forschen Mediziner an Medikamenten und Impfstoffen. Nun gibt es ein neues Mittel

Das HI-Virus ist ein hinterhältiger Angreifer: Es überfällt Menschen meist in den schönen Momenten, wenn Gefühle stärker sind als der Verstand. Dabei unterscheidet es sich von anderen dadurch, dass es ihm nicht reicht, einzudringen und weitere Viren zu produzieren. HIV pflanzt zusätzlich sein Erbgut in den Zellkern. Das Erbgut des Menschen wird geentert. Dieser Vorgang hat sich in den letzten 30 Jahren nicht verändert, vieles andere schon.

Wer nur dann über Aids nachdenkt, wenn im Radio Freddie Mercury singt oder im Fernsehen „Philadelphia“ läuft, übersieht, dass die Krankheit noch sehr präsent ist. Weltweit sind derzeit 34 Millionen Menschen infiziert – das entspricht fast der Einwohnerzahl von Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Und noch immer sterben jedes Jahr mehr als 2 Millionen an Aids.

Dem Robert-Koch-Institut zufolge leben in Deutschland etwa 78 000 Menschen mit der Viruserkrankung, 27 000 sind seit Beginn der Epidemie Anfang der 1980er-Jahre gestorben. Die Zahl der Neuinfektionen hatte Mitte der 80er einen ersten Höhepunkt erreicht, ging in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts aber wieder zurück und blieb in den 90ern auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Ab 2000 nahm die Zahl wieder zu, erreichte 2004 einen neuen Höchststand. Die Ursachen hierfür sind vielschichtig und haben unter anderem etwas mit dem veränderten Meldesystem nach der Einführung des Infektionsschutzgesetzes zu tun. Seit 2004 gibt es nur geringe Schwankungen nach oben und unten. Letztes Jahr haben sich in Deutschland 3400 Menschen neu infiziert. 

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