Kanus im Vergleich : Kanu fahren: Bootstypen im Vergleich

Kanu fahren: Bootstypen im Vergleich
Immer der Stromschnelle hinterher

Von Kanadier bis Kajak: Beim Kanu unterscheidet man verschiedene Bootstypen. Jeder Bootstyp hat Stärken und Schwächen. Im Zweifel hilft eine Probefahrt

Kanadier: Kanadier entstammen den unzugänglichen Wäldern Nordamerikas, in denen Indianerstämme auf die Boote als Transportmittel angewiesen waren. In der ursprünglichen Form bis zu zehn Meter lang, werden sie stehend oder sitzend über Stechpaddel bewegt, Steuerblätter sind eher unüblich.

Einer-, Zweier-, Viererkanadier: Das klassische Flusskanu für ruhigere Gewässer. Oft als „Kleinfamilien-Armada“ verspottet, ist die Urform des Kanus ideal für mehrtägige Kanuwanderungen. Durch Ihre breite Bauweise fassen sie leicht Kleidung, Verpflegung und Zelt, weisen außerdem eine hohe Kentersicherheit auf. Wegen des minimalen Tiefgangs können auch seichte Gewässer befahren werden, das „Umtragen“ von Stromschnellen ist aufgrund des geringen Gewichts ebenfalls kein Problem.

Outrigger: Kanadier mit einem oder zwei zusätzlichen Auslegern, die für höhere Stabilität sorgen. Die Konstruktion ermöglicht das sichere Befahren auch größerer Wasserflächen. Outrigger stammen ursprünglich aus Südasien und waren der Schlüssel zur Besiedelung der Südsee, wo sie noch heute als Nutzfahrzeuge im Einsatz sind.

Kajaks: Kajaks sind meist "geschlossen", das heißt der Sitz ist durch eine Spritzdecke abgedichtet. Kajaks werden sitzend mit einem Doppelpaddel gefahren. Es gibt Einer- und Zweier-Kajaks.

Drachenboot: Großes und reich verziertes Paddelboot mit langer Tradition in China. In vielen deutschen Städten finden regelmäßig Drachenboot-Rennen statt, wodurch eine breit gestreute Vereinsgemeinde entstanden ist. Die Boote fassen bis zu 24 Personen inklusive Steuermann und Trommler. Die Gruppendynamik erleichtert den Einstieg.

Tipps für Kanu-Neulinge
Anfängerkurse starten mit der Kanu–Handhabung

Tipps für Kanu-Neulinge

  • Niemand muss gleich mit dem Kauf einer kompletten Ausrüstung starten, bereits ein einfaches Kajak mit Spritzdecke und Doppelpaddel liegt preislich zwischen 800 und 1.200 Euro. Sinnvoller sind Schnupperkurse beim lokalen Kanuverein oder –verleih. Hier können unterschiedliche Kajaks samt Equipment ausprobiert und die ersten Paddelschläge unter Anleitung geübt werden. Die Kurspreise sind in der Regel moderat, liegen zwischen 50 und 100 Euro. Ausführliche Infos finden Sie auf der Internet-Präsenz des Deutschen Kanu-Verbandes www.kanu.de
  • Schwimmweste ist Pflicht, Regenkleidung bei längeren Fahrten ebenso.
    Helme sollten Sie in jedem Fall tragen, sobald Sie mit dem Befahren von Stromschnellen starten. Bei kälterer Witterung darf Neoprenkleidung nicht fehlen. Falls Sie längere Touren in Angriff nehmen wollen, sollten Sie persönliche Unterlagen, Armbanduhr und Ersatzkleidung in wasserdichten Behältern aufbewahren. Da gelegentliches Kentern nicht ausbleibt, sind im Rumpf des Kajaks deponierte Auftriebskörper unverzichtbar.
  • Wer die Natur genießen will, sollte Sie auch schützen. Verschonen Sie auf Ihren Kanuwanderungen die Tier- und Pflanzenwelt vor Lärm und Müll.
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