Paddeln bei Saaldorf: Kanufahren auf dem Bleilochstausee

Auf den Stausee trauen sich nur die Mutigsten
Diese Kanufahrt ist ein Ausflug in die unberührte Natur

Dort herrscht noch echte Wildnis, leben Kormorane, wachsen Orchideen. 18 Kilometer flussabwärts staut die Bleilochtalsperre die Saale

Um dieses Hindernis machen zahlreiche Wanderkanuten einen großen Bogen – Einsamkeit ist Ihnen deshalb garantiert. Schwerste Stelle am Spot: die Staumauer.

So kommen Sie hin:
Das thüringische Saaldorf liegt bei Bad Lobenstein, 50 Kilometer südlich von Jena (Tel. 03 66 51 / 25 43).
Anfahrt: Nehmen Sie, wenn Sie mit dem Wagen von der A9 kommen, die Ausfahrt Lobenstein und fahren Sie dann auf der B90 Richtung Lobenstein. Nach einer Viertelstunde erreichen Sie den Stausee.
www.moorbad-lobenstein.de

Das müssen sie mitnehmen:
Badeschlappen (im Boot wird es nass), Trekking-Schuhe (falls Sie Ihr Kanu tragen müssen), Handschuhe (wenn Sie Blasen verhindern wollen). Wanderkanadier (für 25 Euro pro Tag) vermietet beispielsweise Roland Rank von der Saale-Touristik. Mehr Infos unter Tel. 01 51 / 15 38 24 35.

Da können Sie wohnen:
In den Finnhütten des Ferienparks Saaldorf. Diese Anlage liegt auf einer Halbinsel direkt am Stausee. In den Holzhäusern wohnen Sie mit 2 Personen ab 40 Euro pro Tag. Mehr Informationen bekommen Sie unter Tel. 03 66 51 / 65 36 41.
www.saaldorf-ferienpark.de

Diese Regeln sollten Sie dort unbedingt einhalten:
Hauen Sie keine Kormorane um. Die stehen auf der roten Liste, sind also vom Aussterben bedroht.

Achtung! So entlarvt man Sie als Poser und Blender:
Wenn Sie sich im Kreis drehen, wie wild auf beiden Seiten ins Wasser hauen. Oder: Sie wollen rückwärts paddeln (machen nur Ruderer).

Da tanken Sie wieder auf:
Im Café Saaleblick in Harra, etwa fünf Kilometer flussaufwärts von Saaldorf entfernt und mit einer eigenen Anlegestelle. Falls Sie sich verpaddelt haben, lassen Sie sich hinlotsen (Tel. 03 92 91 / 80 90 52).

Da treffen Sie die Szene:
Beim Bootshaus des Kanu-Vereins WSV Rosenthal. Fahren Sie von Saaldorf aus Richtung Lobenstein und biegen Sie nach der Brücke links in den Waldweg ein. Dort poltern Sie 800 Meter entlang. Das Bootshaus befindet sich auf der rechten Seite, direkt am Waldrand.

So kommen Sie ins Gespräch:
Fragen Sie nach dem Indianer aus Lobenstein. Er paddelt manchmal nachts auf der Saale umher. Vielleicht erfahren Sie, wer unter dem Federschmuck steckt (uns ist er leider durch die Lappen gegangen).

 

Tipps für Einsteiger:
Starten Sie Ihre Tour am besten erst einmal gegen den Wind. Wenn Ihnen auf halber Strecke die Puste ausgeht, können Sie dann nämlich ganz entspannt zurückpaddeln – und müssen nicht gegen den Wind ankämpfen.

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