Totes Tier – was nun?

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Da begann er sich zu fragen, wie er sie los werden könnte...

Tot ist tot. Nur liegen lassen kann man das Vieh deshalb noch lange nicht: Entsorgungsmethoden.

Was hatte die Katze auch auf Ihrer Ideallinie zu suchen? Nun ist sie tot, und Sie haben zwei Probleme: 1. der Besitzerin erklären, warum Muschi nicht mehr lebt, und 2. den Tierkadaver beseitigen. Außerdem müssen Sie an Ihr Leben danach denken. Aber der Reihe nach:

Nachricht überbringen
"Die Trauer muss auf jeden Fall ernst rüberkommen", sagt Fritz Gerke von der Tier-Tod-Telefonhilfe. Auch wenn’s nett gemeint ist – zaubern Sie kein neues Kätzchen hinterm Rücken hervor. Nehmen Sie lieber die traurige Katzen-Mutti in den Arm, philosophieren Sie über das Leben, Schicksal, Trauer und Tod.

Entsorgung, Teil I
Laut Tierkörperbeseitigungsgesetz (§ 5 Absatz 2 d) dürfen Haustiere auf dem eigenen Grundstück begraben werden, wenn es nicht zu einem Wasserschutzgebiet gehört (Gemeinde fragen). Die Grube muss laut Gesetz 50 Zentimeter tief sein. "Einfache Särge gibt’s ab 80 Mark", erklärt Telefonseelsorger Gerke.

Entsorgung, Teil II
Wer kein eigenes Land besitzt, kann das Tier auf einem Tierfriedhof beisetzen. Sie haben die Wahl zwischen Erdbestattung und Einäscherung. Ein Liegeplatz für drei Jahre kostet ungefähr 450 Mark (ab 230 Mark verziert auch ein Gedenkstein das Grab). Eine Feuerbestattung gibt’s ab 130 Mark. Teurer ist es, wenn die Katze eine Urne bekommen soll (bis 330 Mark).

Entsorgung, Teil III
Am schnellsten geht es, wenn Sie Muschi zum Abdecker bringen. Auch der Tierarzt nimmt die Leiche entgegen und leitet sie an eine Tierkörperverwertung weiter (kostet um 50 Mark). Allerdings muss man damit rechnen, dass die Katze als Hühnerfutter endet. Zum Ausgleich kann man ihr ein Denkmal setzen. Kostenlos möglich im Internet unter http://www.tierfriedhof.de .

Wiederbelebung
Nach drei Wochen sollten Sie die Ex-Katzenbesitzerin erneut besuchen und sich zärtlich ihrer neuen Muschi widmen.

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