Risikofaktor: Gewohnt, geheiratet, geschieden

Streit wegen dem besseren Gehalt der Frau
Ein Bild aus guten Tagen …

Wer schon vor der Hochzeit mit seiner Liebsten eine Wohnung teilt, hat schlechte Aussichten auf eine glückliche Ehe.

Seit 20 bis 30 Jahren sind vormals so genannte wilde Ehen gesellschaftlich akzeptiert und inzwischen auch weit verbreitet. Mann und Frau ziehen ohne Trauschein zusammen und können schon vor der Ehe heraus finden, ob sie zueinander passen oder nicht.

Trotzdem ist so eine voreheliche Gemeinschaft kein Garant für eine glückliche Zukunft nach einer anschließenden Heirat. Die daraus hervor gehenden Ehen werden im Gegenteil sogar häufiger geschieden als solche, in denen die Paare erst nach der Hochzeit eine gemeinsame Wohnung bezogen, berichten US-Sozialwissenschaftler im Journal of Marriage and the Family. Sie befragten 1400 Personen, die zwischen 1964 und 1997 geheiratet hatten.

Offenbar wird der Partner ohne Trauschein weniger kritisch ausgewählt, weil eine eventuelle Trennung unproblematisch erscheint, vermutet Studienleiterin Claire Kamp-Dush von der Pennsylvania State University.

Warnlampen, die vor einer sofortigen Vermählung abhalten, verlieren auf diese Weise mit der Zeit ihre Wirkung: Die Entscheidung zur späteren Heirat ist demnach eher durch "Sachzwänge" geprägt: Der steigende Umfang des gemeinsamen Hausstands, die bereits investierte Zeit in die Partnerschaft und letztendlich der Wunsch nach Kindern führt viele Paare dann doch zum Standesamt.

Sponsored SectionAnzeige