Rückenschmerzen: Keine OP gegen Ischiasschmerzen

Rückenschmerzen ein Ende setzen
Muskelaufbau schützt die Rückenmuskulatur vor Ischialgie und Bandscheibenvorfällen

Schmerzen am Ischiasnerv lassen sich unblutig ebenso effektiv behandeln wie mit einer Operation

Menschen mit Ischiasschmerzen müssen offenbar nicht zwingend unters Messer. Denn eine Operation ist in den meisten Fällen nicht nötig, berichtet eine Studie der University of California in San Diego. Patienten entscheiden sich oft überstürzt zu einem operativen Eingriff, da der Rückenschmerz im Alltag einschränkt und das Risiko auf einen Bandscheibenvorfall steigert.

Während sich die Hälfte der etwa 2000 Testpersonen unters Messer legte, erhielt die andere Hälfte eine schonendere Behandlung, wie etwa Physiotherapie oder Antibiotika. Nach drei bis sechs Monaten hatten sich die Symptome bei beiden Gruppen gleichermaßen verbessert.

"Eine Operation sollte man nicht überstürzen", erklärt Studienleiter Steven Garfin. Zwar würden Ärzte oft behaupten, das Risiko für Folgeerkrankungen sei größer, je später eine Operation durchgeführt wird. Belege dafür ließen sich in der Studie jedoch nicht finden, so Garfin. Ausgelöst wird eine Ischialgie in den meisten Fällen durch falsches Heben oder Tragen.

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