Rauchverbot in Kneipen: Kellnerlungen werden gesünder

Der Nichtraucherschutz an öffentlichen Orten wird ausgeweitet.
Rauchverbote helfen, Belastungen zu vermindern

Die Rauchbelastung von Mitarbeitern in schottischen Pubs ist um fast 90 Prozent zurückgegangen

Das Tabakverbot in schottischen Pubs greift langsam: So ist die Belastung von Mitarbeitern in Bars durch Tabakrauch bisher um 86 Prozent zurückgegangen, seit im März 2006 in Schottland das Rauchen in geschlossenen öffentlichen Räumen verboten wurde. Zu diesem vorab veröffentlichten Ergebnis kommen Forscher der Universität Aberdeen. Bereits im vergangenen Herbst hatten Wissenschaftler der Universität Dundee deutliche Gesundheitsverbesserungen innerhalb von nur zwei Monaten nach Inkrafttreten des Rauchverbots nachgewiesen. Die Lungenfunktionen der untersuchten Personen stiegen in diesem Zeitraum um zehn Prozent.

Neben Schottland gibt es mittlerweile Rauchverbote in Italien, Irland und neuerdings auch in Frankreich. Dort darf ab vergangenen Donnerstag (1. Februar 2007) nicht mehr in öffentlichen Gebäuden und ab dem ersten Januar 2008 auch nicht mehr in Kneipen geraucht werden. In Deutschland wird derzeit auf Länderebene über den Umfang der Regelungen diskutiert, nachdem ein Bundesgesetz im Dezember aus formalen Gründen zurückgenommen werden musste.

In einer weiteren Studie untersuchten Wissenschaftler des Fachmagazins British Journal of Ophthalmology, vor welchen gesundheitlichen Risiken des Rauchens Jugendliche sich fürchten. 40 Prozent gaben Angst vor einem Schlaganfall an, 60 Prozent fürchten sich vor Lungenkrebs. Sehbehinderungen wären für ganze vier Fünftel der befragten Jugendlichen ein Grund, mit dem Rauchen aufzuhören.

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