Kugelhantel-Workout: Kettlebell-Training im Kurs-Test

Kettlebell-Training als Fitness-Kurs - der Test
Kettlebell-Training im Video-Test

Kann ein einzelnes Trainingsgerät unseren Chefredakteur Markus Stenglein bei Laune halten? Vier Wochen lang musste die Kettlebell für einen eisenharten Versuch herhalten

Wer viel und gerne Sport treibt, weiß, was ihn rockt – oder eben nicht. Ich habe hier einmal 4 Kriterien angelegt, die meine Lieblingssportarten gemein haben. Mal schauen, ob Kettlebell-Training die Erwartungen erfüllen kann.

Cooles Gym ohne Chichi
Ich wähle eine Location, die auf Kettlebell-Training spezialisiert ist, und lande im KB-Gym. Coach Daniel Tobabens Motto lautet: Train with the best. Da habe ich voll Bock drauf! Die ehemalige Lagerhalle ist ganz nach meinem Geschmack – kein Bling-Bling, kein Chrom, sondern ein funktionelles Gym mit Traktorreifen und einer Menge Eisen in Form von Kugelhanteln. Echt klasse!

Individuelles Coaching
Schuhe aus und schnell rein in die Klamotten. Die 60-Minuten-Einheit startet mit einer kurzen Vorstellung der Kursteilnehmer. Der Warm-up-Teil ist eine abwechslungsreiche Mischung aus dynamischen Stretching- und Yoga-Übungen und beinhaltet bereits ein Mini-Kraftprogramm. Trainer Daniel korrigiert meine Bewegungsausführungen wieder und wieder. "Ich biete nur Kleingruppentraining mit maximal 8 Teilnehmern an. Nur so kann ich gezielt coachen und meine Athleten verbessern", sagt er.

Anspruchsvolles Workout

Bevor das eigentliche Workout beginnt, schwingen wir uns mit der Kugel ein. Der so genannte Swing ist das Kettlebell-Grundmuster – quasi die Mutter aller Übungen, technisch sehr anspruchsvoll. Und weil die Kugel dabei nicht stillsteht, schnellt der Puls ruck, zuck nach oben – auch wenn das Gewicht nur 16 Kilo beträgt.

Systematisches Training
Im KB-Gym unterteilen die Coaches das
eigentliche Workout in Blöcke. "Nur Vollgas hält kein Mensch durch. Die Herzfrequenz muss auch mal wieder runter", sagt Daniel. Ballistische Blöcke, aus Swing-Variationen bestehend, wechseln sich stets mit Kraft-Kombinationen wie Kettlebell-Kniebeugen oder knackigen Rumpfübungen ohne die Kugel ab. Highlight und Ende eines jeden Trainings ist der Finisher, eine fiese Intensivmethode im Tabata-Style. Diese letzten 10 Minuten schlauchen ganz besonders. "Jetzt bringt euch der Wille durchs Training", sagt Daniel. Stimmt: Keiner will abschenken, alle ziehen voll durch. Und hecheln am Ende wie ein Rennpferd nach dem Derby-Sieg.

Kettlebell-Training im Test
Chefredakteuer Markus Stenglein schiebt beim Kettlebell-Training keine ruhige Kugel

Fazit: eine runde Sache
Meine Befürchtung, dass Kettlebell zu eintönig ist, hat Daniel mit seinem kreativen Workout-Ansatz zerstreuen können. Mir gefällt der ganzheitliche Ansatz, die unwiderstehliche Dynamik im Training. Unterm Strich ist es ein superanstrengendes Kraftausdauertraining. Zudem lassen sich die Übungen skalieren, so dass sowohl Einsteiger als auch Profis in einer Einheit mit der Kugel auf ihre Kosten kommen.

KUGELSICHER ZU MEHR MUSKELN
So geht Kettlebell-Training
Zwar kann die Kettlebell auch die Kurzhantel ersetzen, doch einzigartig macht sie, dass Sie mit ihr Schwungübungen ausführen können. So wird die Hüft-, Gesäß- und Oberschenkel-Muskulatur explosiv trainiert – und das führt zu mehr Power. Aus dem Grund sind die Kugeln vor allem bei Kampfsportlern beliebt. Einsteiger starten mit 12 bis 16 Kilo Trainingsgewicht.
Da geht Kettlebell-Training Kampfsport-Vereine und Studios bieten Kettlebell-Kurse an. Oder Sie besuchen ein Kettlebell-Seminar (siehe etwa unter www.athletic-coach.de).

Koordination: *****
Muskeln: ***
Ausdauer: ****

Markus' Lieblingsübungen mit der Kettlebell

4 coole Kettlebell-Übungen - Gym-Kurse im Test
4 coole Kettlebell-Übungen
Seite 6 von 17

Sponsored SectionAnzeige