Gesundheitsrisiko: Kiffen erhöht die Krebsgefahr erheblich

Kiffen erhöht das Lungenkrebsrisiko
Ein Joint ist so krebserregend wie 20 Zigaretten

Cannabis-Konsum ist schädlicher als bislang angenommen: Ein Joint ist genauso krebserregend wie 20 Zigaretten

Wer über lange Zeit hinweg täglich Cannabis raucht, erhöht das Lungenkrebs-Risiko um fast das Sechsfache, so eine neuseeländische Studie. Der Rauch eines Joints sei so krebserregend wie der von 20 Zigaretten. Zunächst Irritierend: Eine andere Studie aus den USA kommt scheinbar zu einem gegenteiligen Ergebnis

Die neuseeländischen Forscher hatten insgesamt 403 Probanden unter 55 Jahren analysiert und nach Beruf, Rauchgewohnheiten und Krankheitsgeschichte befragt. Auch nach Cannabis- und Alkoholkonsum wurde gefragt. Wer bereits mehr als 20 Joints in seinem Leben geraucht hatte, wurde genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Bei Testpersonen, die über zehn Jahre hinweg einen Joint täglich oder fünf Jahre lang zwei Joints pro Tag geraucht hatten, wurde ein 5,7-mal höheres Lungenkrebsrisiko im Vergleich zu den restlichen Probanden festgestellt.

„Obwohl die Studie nur eine kleine Gruppe einbezogen hat, erhöht langfristiger Cannabis-Konsum das Risiko von Lungenkrebs“, so Richard Beasley, Wissenschaftler vom Medizinischen Forschungsinstitut in Wellington (Neuseeland).

In der US-Studie hingegen kommen die Forscher zu einem scheinbar völlig anderem Schluss. Demnach beeinträchtige der täglich Konsum eines Joints über sieben Jahre hinweg die Lungenfunktion nicht. Allerdings konzentrierten sich die Forscher der Universitäten von Kalifornien in San Francisco und Alabama in Birmingham bei Ihrer Arbeit auf die Lungnfunktion und nicht auf das Krebsrisiko. Ob die beiden Studien also mit einander vergleichbr sind, ist höcht fraglich.

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