Zigarettenqualm: Kinder oft Passivraucher

Rauchende Eltern schädigen die Gesundheit ihrer Kinder
Auch wenn Eltern nur in der Küche rauchen, kann das gesundheitliche Folgen für die Kinder haben

Raucher schädigen die Gesundheit ihrer Kinder – auch wenn Papa sich in die Küche verdrückt oder bei geöffnetem Fenster qualmt

Mehr als 50 Prozent der Kinder aus Raucherhaushalten werden offenbar zu Passivrauchern. Auch wenn Eltern nur in der Küche oder auf dem Balkon rauchen, kann das gesundheitliche Folgen für die Kinder haben, so ein Forscherteam der Universität Greifswald.

Die Rauchbelastung für Kinder sei dann am höchsten, wenn ihre Eltern direkt im Wohnzimmer rauchen. Selbst mit einem Raucherraum in der Wohnung gefährde man seine Kinder. Denn gerade Kleinkinder halten sich am liebsten dort auf, wo ihre Eltern sind, erklärt Studienleiterin Sabina Ulbricht. Selbst nach dem nächtlichen Lüften bleiben demnach gefährliche Rückstände zurück. Hinzu komme, dass viele Eltern die Folgen des Rauchens im Auto unterschätzen.

Das Forscherteam untersuchte über 900 Kinder aus Raucherhaushalten (mindestens ein Elternteil Raucher) auf das Nikotinabbauprodukt Kotinin. Nur 43 Prozent der Urinproben waren ohne passive Rauchbelastung, bei 34,3 Prozent der Kinder fand man eine geringe und bei 22,7 Prozent eine starke Menge an Kotinin, so die Forscher.

Werte wie Kellner in Raucherbars
Ab einem Wert von 2,6 Nanogramm pro Milliliter Urin spricht man vom Passivrauchen. Bei den Untersuchungen hatten Kinder sogar Werte von über 40 Nanogramm pro Milliliter. Diese Werte seien mit denen von Kellnern in Raucherbars zu vergleichen (45 ng/ml).

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