Ansichtssache: Im falschen Film?

Sie schien das Programm des Autokinos bereits ziemlich gut zu kennen

Was wir im Kino sehen, beeinflusst die Hormone von Männern und Frauen unterschiedlich, sagen US-Forscher

Das Wissenschaftlerteam von der University of Michigan hatte Versuchspersonen je einen halbstündigen Ausschnitt aus einem romantischen Film, einer Dokumentation über den Regenwald und aus „Der Pate 2“ gezeigt. Unmittelbar vor und nach der Vorführung sowie 45 Minuten später nahmen die Wissenschaftler den Probanden Blut ab und ermittelten den Hormonspiegel.

Das Ergebnis: Der Dokumentarfilm zeigte gar keine Effekte. Nach der Schnulze stieg der Spiegel des Schwangerschaftshormons Progesteron bei Männern und Frauen an, gleichzeitig sank der Testosteronlevel der Männer. „Der Pate 2“ sorgte dagegen dafür, dass der Testosteronspiegel der Männer um bis zu 30 Prozent in die Höhe schnellte – bei Frauen jedoch sank.

Auf diese Weise lasse sich erklären, warum Männer und Frauen unterschiedliche Filme bevorzugen, erläuterten die Wissenschaftler. Für die Beziehung sei es jedenfalls förderlich, wenn Paare gemeinsam romantische Filme ansähen: Das Schwangerschaftshormon Progesteron könne nämlich dazu führen, dass die Zuschauer einfühlsamer miteinander umgehen. Actionfilme seien dagegen weniger hilfreich: Bei vermehrter Ausschüttung von Testosteron verhielten sich Männer herber.

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