Wassersport an der Ostsee: Kitesurfen auf Fehmarn

Auf dem Kite entlang der Ostseeküste
Kiten erfordert optimale Balance und die richtige Windlage

Weiße Sandstrände, weite Dünen, steile Felsen – die 80 Kilometer lange Küste der Ostseeinsel ist vielfältig

Wo Sie den Schirm aufspannen, entscheiden Sie je nach Windlage – in 30 Minuten fahren Sie quer über das Wasser. Sie erreichen Fehmarn ohne Probleme mit dem Auto. Schwerste Stelle am Spot: die Nordküste.

So kommen Sie hin:
Von Hamburg aus sind’s nur rund 140 Kilometer nach Fehmarn (mehr Infos unter Tel. 0 43 71 / 50 63 00). Bei Heiligenhafen fahren Sie über die Fehmarnsundbrücke direkt auf die Insel. Etwa 10 Stellen sind zum Kiten bestens geeignet. Welche es sind und woher wann der Wind weht, erfahren Sie im Internet.
www.windsport.de
www.fehmarn-info.de

Das müssen sie mitnehmen:
Kiteboard, Schirm mit Control-Bar (zum Lenken), ein Trapez (um sich am Kite zu befestigen) und einen 4 Millimeter dicken Neoprenanzug, komplett ab 1200 Euro, Leihpreise um 35 Euro pro Stunde. Nicht vergessen: eine spezielle Luftpumpe, um den Schirm aufzuplustern.

Da können Sie wohnen:
Gästehaus von Annette Steidlinger im Ort Gold an der Westküste, nur zehn Meter vom Wasser entfernt – näher können Sie nicht am Strand sein!
Doppelzimmer ab 23 Euro, Anfragen unter Tel. 0 43 71 / 41 49.

Diese Regeln sollten Sie unbedingt beachten:
Starten Sie mit dem Kite nicht in Badezonen durch! Wo die sind, sagt Ihnen jede Surfschule, etwa die von Holger Wilder in Gold (Tel. 04371 / 31 58).

Achtung! So entlarvt man Sie als Poser und Blender:
Wenn Sie der Schirm 3 Sekunden nach dem Start über den Strand schleift. Besser vorher mit einem Profi üben (siehe Einsteiger-Tipp).

Da tanken Sie wieder auf:
In der verglasten Strandbar in Gold – übrigens auch ein guter Platz, um sich den Sonnenuntergang anzuschauen.

Da treffen Sie die Szene:
Am frühen Abend auf dem Schotterparkplatz zwischen Gold und Albertsdorf, später dann im Café im Hof in Burg (Osterstraße 45, Tel. 0 43 71 / 66 94) oder in der Cocktailbar Subito (Bahnhofstr. 3, über Mopsy’s Bierbar).

So kommen Sie ins Gespräch:
Der Smalltalk-Klassiker: der inoffizielle Hangtime-Weltrekord von 13,2 Sekunden, den der US-Amerikaner Adam Koch am 31. August 2003 auf Fehmarn aufgestellt hat (Hangtime ist die Zeit, die man bei einem Sprung in der Luft bleibt).

Den müssen Sie kennen:
Kite-Pionier Kai Enseleit – Sie erkennen ihn am Kletterbeutel an seiner Gürtelschnalle. Er war einer der ersten, der an der Ostsee Kite-Kurse angeboten hat und besitzt einen Wassersport-Shop in Burg. Außerdem kennt er Surf-Legende und Kite-Ass Robby Naish.

Tipps für Einsteiger:
Üben Sie niemals ohne Profi-Kiter! Trainieren Sie erst am Strand und ohne Brett. Und den Kite starten Sie stets nur zu zweit. Suchen Sie sich danach erst mal stehtiefe Reviere – dort gehen Sie nicht so leicht unter.

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