Haken-Ösen-Technik: Klettverschluss bald aus Stahl?

Klettverschlüsse reißen zukünftig womöglich nicht mehr so schnell auf
Klettverschluss: Eine einfache Haken-Ösen-Erfindung

Schluss mit dem herkömmlichen Klettverschluss: Der stählerne Metaklett hält offenbar 35 Tonnen Gewicht

Klettverschlüsse reißen zukünftig womöglich nicht mehr so schnell auf. Der so genannte Metaklett aus Stahl hält sogar bis zu 35 Tonnen Gewicht, so die Entwickler der Technischen Universität München.

Metaklett ist eine lösbare Verbindung, die Temperaturen bis 800 Grad Celsius aushalten soll. Das wäre ein großer Vorteil für die Autoindustrie, in der einfache Verschlüsse gebraucht werden, die enormer Hitze standhalten. Durch die hohe Zugkraft parallel zur Klettfläche, könnten auch große Gewichte im Fassadenbau sicher miteinander verbunden werden, glauben die Forscher um Josef Mair und Christoph Hein.

Neue Technik: Metaklett

Metaklett: Ein neuer Verschluss aus Stahl

Metaklett besteht aus Federstahl und ist sehr elastisch, erklärt Mair. Die beiden Modelle "Flamingo" und "Entenkopf" bestehen aus 0,2 Millimeter dicken Haken- und Ösenbändern. Während der Entenkopf an die bekannte Klettverschluss-Technik erinnert, sei der "Flamingo" stabiler und bestehe aus breiteren Haken, die in die Durchbrüche eines Lochbandes einschnappen.

Der Original-Klettverschlus wurde vor 70 Jahren von dem Schweizer Erfinder Gerorge de Mestral erfunden, der das Prinzip einer Klette übernahm. Sein Klettverschluss diente lediglich zum Befestigen von Kleidung. Dazu ist der Metaklett wohl kaum nötig.

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