Im Schlaf sehen lernen: Kontaktlinsen für die Nacht?

Das mit dem Druck hatte er sich anders vorgestellt...

Mit einer neuen Kontaktlinse sollen Kurzsichtige von ihrem Dasein als Brillenschlangen erlösen

Die Fakten:
Sie funktionieren ein bisschen wie eine Zahnspange: Kontaktlinsen, die man beim Schlafen trägt und deren Wirkung den ganzen nächsten Tag anhält. "Die neuen Linsen sind in der Mitte vertieft und drücken somit leicht auf die Hornhaut", erklärt Professor Joseph Bass, der mit seinem Team an der Ohio State University diese neue Sorte von Linsen entwickelt hat. "Bei sieben von acht leicht kurzsichtigen Testpersonen bewirkte das nach einer Woche ein besseres Sehvermögen tagsüber, auch ohne Sehhilfe." Nach 60 Tagen konnten alle besser sehen, die Wirkung der Linsen hielt jeweils einen Acht-Stunden-Arbeitstag lang an.

Die Nebenwirkungen:
Eine Revolution? Wird man bald kaum noch Brillenträger herumlaufen sehen? Wohl kaum, meint Professor Gabriele Lang von der Uni-Augenklinik Ulm. Ihre Gegenargumente:

  • "Das nächtliche Eindrücken der Hornhaut kann im Lauf der Zeit zu kleinen Beschädigungen der Oberfläche führen."
  • Die Sehkraft lässt im Laufe des Tages langsam wieder nach. "Stellen Sie sich mal vor, Sie sitzen am Computer und sehen von Stunde zu Stunde weniger scharf – Müdigkeit und Kopfweh sind da programmiert."
  • Der Spaß kostet jährlich so viel wie ein Laser-Eingriff zur Korrektur von Kurzsichtigkeit: 1250 bis 2500 US-Dollar.

Fazit:
Für Models und andere Leute, die bloß gut aussehen müssen, sind die Dinger für gewisse Zeit durchaus eine denkbare Alternative.

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