Unter Verschluss: Korken oder nicht Korken?

Weinkorken: je elastischer, desto besser
Je elastischer ein Korken ist, desto besser

Weinflaschen brauchen längst nicht immer einen Korken, um dicht zu halten. Wir öffnen die Akte

Naturkorken: Wird aus der Korkeiche geschnitten. "Je elastischer, desto besser", so Rüdiger Meyer von der Sommelier-Union. Das Korkschmecker-Risiko mindert er nicht.
Urteil: Klassischer Verschluss für Prestigeweine

Presskorken: Das mit Harz gebundene Korkgranulat ist billiger als die Naturversion. Bessere Korken sind an den Enden mit Naturkork bestückt. Meyer: "Das hilft nicht."
Urteil: Discount-Ware mit hohem Bröselrisiko

Kunststoffkorken: Aus Polyethylen, Gummi oder Silikon (am geschmacksneutralsten). Hier ist der Korkschmecker gebannt. Auswirkungen bei längerer Lagerung sind noch unklar.
Urteil: Gute Lösung für einfache Weine. Mit Plopp

Schraubverschluss: Ihn gibt’s vor allem in der Schweiz. Vorteile: geschmacksneutral, hält dicht, ist wieder verschließbar. "Technisch gesehen ist er die beste Methode", so der Experte.
Urteil: Hoher Nutzen dank Wiederverschluss

Kronkorken: Sitzt nicht nur auf Bier-, auch auf Weinflaschen, oft in Österreich. Die Kappe ist aus Edelstahl. Sogar Dom Perignon wird so zehn Jahre gelagert, später verkorkt.
Urteil: Nicht so praktisch wie die Schraubversion

Glaskorken: Mit Kunststoffring. Ist noch in der Testphase, für den Fachmann aber bereits der Favorit: "Glas ist wie Kork ein Naturprodukt, verursacht aber keine Fehltöne im Wein."
Urteil: Echte Alternative zum Naturkork

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