Rauchstopp: Kräuterzigaretten erste Schritt zum Nichtrauchen?

Frage: Eigentlich will ich ja mit dem Rauchen aufhören – wenn es nur nicht so schwer wäre. Sind Kräuterzigaretten vielleicht der erste gesunde Schritt zum Nichtraucher?
Christian Mast, per E-Mail
Kräuterzigaretten kein Ersatz
Kräuter statt Kippen helfen nicht

Unsere Antwort:

Zweierlei spricht gegen Kräuterzigaretten: Zum einen stinken sie, als ob man eine ganze Scheune in Brand gesteckt hätte. Zum anderen: "Sie sind ebenso schädlich wie andere Glimmstängel – und als ,gesünderer‘ Ersatz oder gar Entwöhnungshilfe nicht geeignet", erklärt Dr. Gerd Glaeske, Professor für Arzneimittelanwendungsforschung am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen.

"Kräuterzigaretten enthalten zwar kein Nikotin, sie weisen aber alle anderen schädlichen Stoffe auf, die auch beim ,normalen‘ Rauchen ent-stehen: Phenole, Benzol, Schwermetalle ..." Und durch die rund 4000 im Rauch enthaltenen chemischen Substanzen können zahlreiche Erkrankungen wie Krebs, Bronchitis oder Herz-Kreislauf-Störungen verursacht werden. Um es noch mal ganz klar zu sagen: "Bei einem langfristigen Konsum von Kräuterzigaretten drohen die gleichen Gesundheitsschäden wie bei gewöhnlichen Glimmstängeln!"

Versuchen Sie also lieber, mit nikotinhaltigen Pflastern, Kaugummis oder Nasensprays den Absprung zu schaffen. Und falls das nicht reicht, rät der Experte, "als optimale Unterstützung zu den Ersatzprodukten eine verhaltenstherapeutische Maßnahme" zu nutzen.

Tatkräftige Unterstützung im Kampf gegen die Abhängigkeit finden Sie in unserem Rauchstopp-Guide.

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