Sechs im Überblick: Kragenkunde

Welcher Kragen optimal ist, erfahren Sie hier
Nicht jede Krawatte passt zu jedem Hemd

Der passende Kragen zum richtigen Knoten

  • BUTTON-DOWN
    Dieser eher sportive Kragen (auch Under-Botton Down oder Soft Roll Collar) sieht mit und ohne Binder adrett aus. Der Kragen sollte sehr groß sein. Dadurch aber sieht man etwas „angezogener“ aus. Besonders ohne Krawatte neigt der „Over“-Button-Down dazu, sich im Laufe des Tages nach außen zu wölben. Darum halten Sie ein Auge auf ihn. Der ideale Knoten ist der Four-in-hand. Sie können den Kragen auch mit der Fliege kombinieren.
  • UMLEGEKRAGEN
    Der Umlegekragen ist der Oberbegriff für einen gewöhnlichen Kragen. Seine Variationen reichen vom förmlichsten Kragen Turndown bis zum klassischen Cutaway.

    Kentkragen
    Diese Sorte (auch Cutaway Collar) wirkt sehr elegant und ganz sicher auch ohne Krawatte ansehnlich. Wenn Sie jedoch zum Binder greifen, dann sollten Sie einen dicken einfachen oder einen doppelten Windsor tragen. Albert-Knoten für den Schlips und eine Fliege sind hier auch erlaubt.

    Haifischkragen
    Dieser Kragen (kennen Sie auch unter Spread Collar oder Spreizkragen) ist noch offener als der Kentkragen. Es gelten dieselben Regeln.

    Eaton
    Der Eaton ist ein Umlegekragen mit abgerundeten Spitzen. Deshalb gelten für ihn entsprechend die Regeln wie für den Turndown oder den Cutaway.

    Turndown Collar
    Der unauffällige Turndown Collar bietet die größten Variationen in der Länge. Bei einem langen Kragen binden Sie Ihren Schlips mit dem Albert, bei einem kurzen den Four-in-hand. Eine Windsor wirkt hier gedrungen.
    Tragen Sie auch keinen zu überdimensionierten Kragen. Er sollte nicht mehr als zweieinhalb mal länger als der Knoten sein. Die Spitzen des Kragens dürfen nicht zum Vorschein kommen, sondern unter dem Sakko verschwinden. Der Turndown ergänzt sich wunderbar mit allen Gesichtsformen außer einem sehr schmalen langen Gesicht.

  • TAB COLLAR
    Ein Stoffriegel mit Druckknopf gewährleistet den perfekten Sitz von Binder und Kragen. Das macht es aber auch unmöglich, den Kragen ohne Schlips zu tragen. Der Knopf muss unbedingt durch den Krawattenknoten versteckt sein.
    Er ist ideal für traditionelle Ereignisse wie Trauungen oder Beerdigungen. Binden Sie zu diesem Kragen einen Four-in-hand. Eine Fliege passt nicht zum Tab.
  • PIN COLLAR
    Der Pin ist dem Tab sehr ähnlich. Statt einem Stoffriegel hält hier eine Nadel die Kragenschenkel zusammen. Ohne Krawatte sollten Sie diesen Kragen nicht tragen, da die Nadel definitiv vom Knoten verdeckt gehört. Deshalb dürfen Sie den Pin Collar auch nur mit Schlips tragen. Bei einem insgesamt größeren Kragen, tragen Sie den Albert-Knoten, ansonsten den Four-in-hand.
  • STEHKRAGEN
    In den USA gilt er zwar als stilvoll. Hierzulande können Sie den Stehkragen (engl. Banded Collar) jedoch nicht zum Anzug tragen. Ein Hemd mit diesem Kragen ist ein reines Freizeithemd. Außerdem ist es ein Symbol der Krawattenhasser.
  • KLÄPPCHEN-KRAGEN
    Der elegante Kragen zu Smoking und Frack. Hierzu tragen Sie ausschließlich eine Fliege, Krawatten sind verboten.
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