Krebsvorsorge: Prostatatest nicht sicher

Krebsvorsorge: Prostatatest nicht sicher
Haben Sie Prostatakrebs?

Der meist benutzte Blut-Test für die Früherkennung von Prostatakrebs schlägt bei über 80 Prozent der Männer fehl

Haben Sie Prostatakrebs? Wenn Sie denken, ein Bluttest gibt Ihnen Sicherheit, dann sollten Sie noch mal darüber nachdenken – sagt zumindest Rinaa Punglia von der Harvard Medical School in den USA. Sie fand heraus, dass der meist benutzte PSA-Bluttest in über drei Viertel der Fälle ein falsches Ergebnis liefert: Bei 82 Prozent der Männern unter 60 Jahren, die tatsächlich einen Tumor haben, erkennt er diese nicht.

Das liegt daran, dass die Auswertung des Tests nicht scharf genug erfolgt, sagt die Wissenschaftlerin, die für ihr Ergebnis 6700 Männern prüfte. Die Genauigkeit des PSA-Tests sei überbewertet, weil die Ärzte bei einem negativen Ergebnis (kein Tumor) keine weiteren Untersuchungen machten.

Bis jetzt gilt ein PSA-Testergebnis mit der Stufe 4 als gesund. Laut der Amerikanischen Krebsgesellschaft bedeuten aber Werte zwischen 4 und 10 immer noch, dass der Patient mit 25-prozentiger Wahrscheinlichkeit Prostatakrebs hat. Pugnlia schägt vor, die "Gesundheits-Grenze" des Tests auf 2,6 zu verringern, damit würden wesentlich mehr potentiell gefährliche Tumore erkannt werden.

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