Lebensmanagement: Krisen und wie Mann als Mann mit ihnen umgeht

Kontakte knüpfen im Job?
Kunststück am nächsten Morgen: Trotz durchzechter Nacht fit ins Meeting

Der Lebensweg des Mannes ist voller Steine. Viele kickt er weg, für die anderen gibt’s uns. Wir zeigen Wege zur Rettung aus unangenehmen Situationen:

Sogar Männer geraten mitunter in so ungemütliche Situationen, dass Sie sich den Hals nach dem Notausgang verdrehen. Wir zeigen an fünf Beispielen, wo Sie den finden.

Der Süßen erklären, warum man versumpft ist
Sie tappen auf alkoholisierten Beinen im Morgengrauen in die Wohnung – da steht Ihre Liebste schon wutschnaubend vor Ihnen. Hat die ganze Nacht im Negligé auf Sie gewartet. Wer jetzt richtig reagieren will, muss wissen, warum sie eigentlich sauer ist. Im Prinzip gönnt sie Ihnen den Spaß, sie ist nur so verärgert, weil Sie solche Abende immer mit den Kumpels, aber nie mit ihr erleben. Ergo: Sie ist eifersüchtig. Die einfachste Wiedergutmachungs-Methode ist deshalb ein Date mit ihr. Betten Sie den Vorschlag geschickt ein, etwa so: „Die Bar, in der wir waren, ist so klasse, die musst du sehen.“ Sie wird sich beruhigen. Und dann ziehen Sie ihr endlich dieses unbequeme Negligé aus.

Den Alkoholkonsum deutlich reduzieren
Geht am besten mit einem konkreten Programm. Die Ansage: „Ich trinke jetzt ein bisschen weniger“ ist nämlich schnell vergessen, wenn der Bierdurst kommt. „Was ist ein bisschen?“, fragt sich der Genussmensch in Ihnen. Die Leber schweigt und meldet sich später. Wer sich aber vornimmt, nur jeden zweiten Tag in der Woche Alkohol zu konsumieren und/oder nach jedem Glas Wein ein Glas Wasser zu trinken, kann sich in verführerischen Momenten an dieser Regel festhalten. Nach einigen Wochen sind die Anti-Alkohol-Strategien dann in Fleisch und Blut übergegangen und Sie empfinden diese Selbstdisziplinierung nicht mehr als eine nervtötende Einschränkung Ihrer Lebensfreude.

Mit der Freundin richtig Schluss machen
Auch wenn es die alte Schnalle nicht anders verdient hat, weil sie seit Monaten mit ihrer Hamsterzucht im Wohnzimmer nervt: Seien Sie nicht zu hart. Schieben Sie die Schuld lieber auf sich, klagen Sie sich selbst an, zum Beispiel so: „Ich habe mich geirrt, ich dachte, ich könnte das mit dem Zusammenleben.“ Oder so: „Ich hätte gleich mit offenen Karten spielen sollen, aber ich dachte, bei dir könnte ich mich mit den negativen Seiten der Partnerschaft arrangieren.“ Dazu sagt Gerd Breckling, Lebens- und Krisenberater aus Kiel: „Verlassen zu werden ist eine der heftigsten Attacken auf das Selbstwertgefühl. Es ist eine Frage des Anstands, die angeschlagene Partnerin nicht noch mit Kritik und Vorwürfen zu verletzen.“

Einer Frau sagen, dass sie sich gehen lässt
Im Prinzip geht es Ihnen um die inneren Werte Ihrer Partnerin – völlig klar. Trotzdem hat die Frau im abgewetzten Bademantel mit den Lockenwicklern im Haar und der Gurkenmaske im Gesicht, die Ihnen da in den Zähnen bohrend am Frühstückstisch gegenübersitzt, nichts mehr zu tun mit dem appetitlichen Wesen, über dessen knackigen Po Sie in der ersten Nacht ein elfseitiges Gedicht geschrieben haben. Diesen Anblick müssen Sie nicht ertragen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Kritik an der Partnerin ist allerdings, „dass mit gleichem Maß gemessen wird“, erklärt Angela Oelckers, Chefredakteurin der Frauen- und Gesundheitszeitschrift „Vital“. „Hockt der Mann zu Hause in Jogginghose vor dem Fernseher, kann er seiner Frau nicht vorwerfen, dass sie sich vernachlässigt.“ Die charmante Methode: „Wichtig ist, den Unmut in Ich-Botschaften zu transportieren“, sagt Oelckers. Zum Beispiel: „Ich habe den Eindruck, du lässt dich in letzter Zeit etwas gehen.“ Sie nicht mit Anschuldigungen bombardieren, etwa: „Du siehst schlampig aus.“

Und wenn Ihnen an der Partnerin wirklich etwas liegt, sollten Sie auf jeden Fall die Ursache für diese optische Veränderung herausfinden. Möglicherweise ist es ja auch bloß so, dass Sie in der letzten Zeit nicht lieb genug zu Ihrem Schatzi waren …

Nach durchzechter Nacht topfit im Meeting sitzen
Kollege Müller macht’s immer wieder möglich und lässt Sie an die Auferstehung von den Toten glauben. Vor wenigen Stunden haben Sie noch mit ihm an der Bar gesessen und einen Drink nach dem anderen gekippt, jetzt steht der Mann neben Ihnen in der Konferenz, präsentiert seine neuen Ideen, ist hellwach und topfit. Während Sie vor Magen- und Kopfschmerzen keinen klaren Gedanken fassen können und sich zum 321sten Mal in Ihrem Leben schwören, niemals wieder eine Kneipe zu betreten, kennt Müller offensichtlich folgende Tricks: Vor dem Alkoholgenuss sollten Sie immer etwas Fettes essen, zum Beispiel ein Schmalzbrot. Das schützt die Magenschleimhaut und verlangsamt die Alkoholaufnahme. Während des Trinkens sollten Sie immer mal wieder ein Glas Wasser zwischenschieben und einige Salzstangen knabbern, um die Mineralstoff-Verluste aufzufangen. Vor dem Schlafengehen müssen Sie dann (auch wenn’s schwerfällt) einen Teelöffel Vitamin C (Ascorbinsäure) und drei Esslöffel Fructose (gibt’s in Apotheken) in Wasser aufgelöst runterkippen. Am besten gleich ein bis zwei Liter. Oder – wenn Ihr Magen robust ist wie ein Tresor – eine Aspirin einwerfen. Das A und O ist dann allerdings ein Katerfrühstück am nächsten Morgen. Dazu gehören neben Rührei und Orangensaft (Eiweiß, Vitamine) saure Gurken und Rollmops (Salz, Mineralien).

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