Medikamentenwirksamkeit: Kuh-Urin tierisch gesund?

Na dann Prost: Urin-Kur
Erst musste der Vorkoster den Saft testen

Den Indern sind ihre Kühe heilig, sonst scheinbar nichts. Denn Forscher wollen jetzt entdeckt haben, dass Kuh-Urin die Wirksamkeit von Medikamenten drastisch erhöht

Das hat uns gerade noch gefehlt: Nachdem wir die Eigen-Urin-Behandlung von Carmen Thomas mit ihrem "Hallo Ü-Wagen" überstanden haben, kommt die nächste Fäkal-Attake aus Asien.

In Indien wollen Wissenschaftler festgestellt haben, dass Kuh-Urin die Wirkkraft von Medikamenten um bis zum 80fachen erhöht. Die Wirkung von Antibiotika, Mitteln gegen Tuberkulose oder Krebsmedikamenten könnte so erhöht werden und gleichzeitig deren Nebenwirkungen vermindert. Das reduziert nebenbei auch die Kosten für Medikamente, sagte der indische Gesundheitsminister Muril Manohar Joshi gegenüber dem Fachmagazin "Chemistry and Industry".

Frisch gezapft oder besser destilliert?
So eklig wie es sich anhört ist die Prozedur dann scheinbar doch nicht: Die Wissenschaftler verwenden nicht die frisch gezapfte Kuhpisse, sondern destillieren sie erst bei 40-50 Grad und Benutzen Auszüge aus dem Destillat, die sie mit Lösungsmitteln gewinnen.

Kuh-Urin als Heilmittel zu verwenden, ist für Inder nicht weit hergeholt: verdünnt mit Quark, Milch oder Dung soll er gegen Fettleibigkeit, Wassersucht, Diabetes und Geschwüre helfen – meinen zumindest indische Schamanen und flößen ihren Patienten die heilige Pisse schon seit Jahrhunderten ein.

In den USA bekamen die indischen Forscher bereits ein Patent für ihren ungewöhnlichen Medikamenten-Katalysator. Sie sind der Meinung, dass auch Extrakte von Büffel-Urin oder solche von Kamelen und Hirschen ähnliche Wirkung haben.

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