Mehr Leistung durch Kunst

Kunstwerke beeinflussen die Stimmung am Arbeitsplatz, fand ein Forscher heraus. Sein Urteil: Als psychologisches Hilfsmitte kann Kunst die Produktivität im Büro steigern.

Als Arbeitgeber wollen Sie ihre Mitarbeiter motivieren? Dann versuchen Sie zur Abwechslung folgendes Konzept: Hängen Sie Gemälde in Ihre Arbeitsräume. Der Psychologe Dr. Aric Sigmann fand in einer Studie heraus, dass Kunstwerke im Büro die Leistung steigern.

Je nachdem, welche Bilder im Büro hängen, können sie die Gefühle der Mitarbeiter in verschiedene Richtungen anregen: "Der Kuss" des Malers Gustav Klimmt zum Beispiel wirkt auf seinen Betrachter besonders stimmungsaufhellend und beruhigend, meint Sigmann. Edvard Munchs "Schrei" dagegen wühlt die Betrachter eher auf.

Das Ergebnis seiner Studie: Kunst als psychologisches Hilfsmittel kann die Kreativität fördern, entspannen und die Stimmung verbessern. Nur wenige Minuten der Betrachtung reichen aus, um ein entsprechendes Ergebnis zu erzielen.

Sigmann geht noch weiter: Das Bild im Büro wirkt unterschwellig als Kommunikationsmittel. Es sagt etwas über den Besitzer aus und beeinflusst so seinen Ruf; ein Picasso im Büro des autoritären Chefs zum Beispiel, dass der Mann auch noch Salz auf die Wunden seiner Untergebenen streut, meint Sigmann.

Und wenn sich ein als professionell und ernsthaft eingestufter männlicher Kollege ein Aktbild ins Zimmer hängt, soll er in den Augen der Mitarbeiter an Menschlichkeit gewinnen und als Mann mit Geschmack betrachtet werden.

Ob das allerdings auch für die Pin-up-Fotos im Spind gilt – darüber schweigt sich die Studie aus.

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