Ausdauer-Training: Länger skaten

Antje rollt ins Ziel – und zwar nach über 100 Kilometern auf Inlinern
Ziel von Antje Delion, Grafikerin: 103 Kilometer Inlineskaten

Antje rollt ins Ziel – und zwar nach über 100 Kilometern auf Inlinern. So skaten auch Sie lässig über den Asphalt

Ziel von Antje Delion, Grafikerin: 103 Kilometer Inlineskaten

Für Fußballer ist es das Londoner Wembleystadion, für Triathleten die Inselkette Hawaii. Für ambitionierte Fitness-Skater wie mich liegt das Sport-Mekka im Landkreis Teltow-Fläming, südlich von Berlin.

Da gibt es den so genannten Flaeming-Skate (http://www.flaeming-skate.de), ein 210-Kilometer-Wegenetz mit extra für Skater angemischtem Asphalt. Mein Traum: dort einmal auf der Hauptstrecke, dem Rundkurs RK 1, an einem Tag die 100-Kilometer-Marke durchbrechen.

Im Training Grundlagen legen
Obwohl ich viele Jahre Skating-Erfahrung besitze, habe ich großen Respekt vor dieser Aufgabe. 100 Kilometer sind eine echte Hausnummer, ohne hartes Training werde ich das nicht durchstehen. Darum nutze ich einmal wöchentlich meine Mittagspause, um durch Jogging-Einheiten meine Kondition auf Vordermann zu bringen. Zusätzlich skate ich mit meinem Mann Helge, wann immer die Zeit (genauer: unser Sohn Jesper) es zulässt. Und ich feile an meiner Technik, hole mir Tipps von Skating-Coach und Ex-Profi Sebastian Baumgartner (http://www.experts-in-speed.de). Ein Beispiel: „Um die Muskulatur zu entlasten, bei jedem Skatingschritt das Bein hinter dem Körper in einem Kreisbogen hochziehen, statt es einfach nur gerade heranzusetzen.“  Nach 8 Wochen intensiver Vorbereitung fühle ich mich bereit, mich der Herausforderung gemeinsam mit meinem Mann zu stellen.

Im Ernstfall alles geben
Die Wettervorhersage verpasst uns den ersten Dämpfer: ab Mittag Regen. Mist! Heißt für uns: um 6 Uhr raus aus dem Bett, um 7 Uhr ab auf die Strecke. Die erste Stunde entschädigt für das frühe Aufstehen. Die Strecke ist menschenleer. Wir finden schnell unseren Rhythmus und kommen auf einen passablen Schnitt von 16 km/h. Ab Kilometer 70 wird es dann aber hart, die Glücksgefühle vom Rennbeginn weichen einem Stechen hier, einem Ziehen da. Aber egal, aufgeben gilt nicht. Wir beißen uns durch, sind um 14.30 Uhr nach 103 Kilometern im Ziel. Fazit: Es hat riesigen Spaß gemacht und war ein tolles Erlebnis. Wer weiß, vielleicht knacke ich irgendwann mal die 200. Okay, okay, war nur ein Spaß!

HIER GEHT'S ZU ANTJES ABGEFAHRENEN SKATING-TIPPS
Seite 8 von 24

Sponsored SectionAnzeige