Impotenz: Lahmes Enzym nimmt Diabetikern die Lust

Hirn Schuld an Impotenz?
Diabetes gefährdet die Potenz

Zuckerkrank und lendenlahm: Forscher entdecken das schuldige Enzym für Impotenz durch Diabetes

Wenn zuckerkranke Männer im Bett versagen, liegt die Ursache möglicherweise an einem versagendem Enzym, so amerikanische Forscher. Das so genannte NMDA sorgt normalerweise dafür, dass der Lustzentrale im Gehirn ausreichend Stickstoffmonoxid zugeführt wird – was dann für Erektionen sorgt. Bei Diabetikern funktioniert aber das NMDA laut einer Studie nicht richtig, so dass es zu einem Mangel an Stickstoffmonoxid und letztlich zu einer erektilen Dysfunktion kommt: Impotenz.

Die Forscher hatten diese Fehlfunktionen bei Ratten simuliert, indem sie die Bauchspeicheldrüse lahm legten und damit auch die Insulin-Produktion (genau das passiert bei Diabetes). Als sie den Nagern aber wieder funktionstüchtiges NMDA spritzten, hatten die Tiere auch wieder eine Erektion, berichtet Forschungsleiter Hong Zheng von der Universität Nebraska in Omaha.

Zuvor hatten die Forscher bereits herausgefunden, dass eine gestörte Insulinproduktion tatsächlich zu Potenzstörungen führte. Durch die Erkenntnisse erhofft man sich für die Zukunft neue Behandlungsmethoden für Impotenz durch Zuckerkrankheit, von der rund jeder zweite männliche Diabetiker betroffen ist, so Hong Zheng.

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