Autoreise: Lange fahren – gesund ankommen

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Viel trinken: Rennfahrer Biela

Urlaub mit dem Auto: praktisch, billig – und richtig anstrengend. Rennfahrer Frank Biela gibt Tipps für lange Strecken.

Erst mal tanken und dann ab nach Italien. Wie halten Sie zwölf Stunden durch? Frank Biela, zweimal Sieger bei den 24 Stunden von Le Mans, kennt sich mit langen Autofahrten bestens aus:

Vorher 
In der Ruhe liegt die Kraft. „Starten Sie ausgeschlafen, erholt“, lautet der 
Rat des Rennfahrers. „Also mindestens drei Nächte vor der Autofahrt durchschlafen, wenig bis gar keinen Alkohol trinken.“

Hirnmassage 
„Denken Sie nicht an die gesamte vor Ihnen liegende Strecke. Das ist nervtötend und es demotiviert. Setzen Sie sich kleine Etappenziele, zum Beispiel von Rast zu Rast“, so Biela. „Als Fahrer habe ich auch nie das ganze Rennen im Kopf, ich denke immer von einem Tankstopp zum nächsten.“

Pausen 
Alle zwei Stunden (oder öfter) sollten Sie halten. „Wichtig: viel trinken. Wir haben während eines Rennens halt keine Möglichkeit, eine Flasche anzusetzen. Aber auch bei normalem Tempo auf einer Autobahn ist dies riskant. Der Körper benötigt allerdings Flüssigkeit, weil er anderenfalls sehr schnell ermüdet.“ 

Fitness 
„Wir Rennfahrer machen selbstverständlich Ausdauersport. Das steigert die Kondition. Ein untrainierter Mann sollte sich gar nicht so lang hinters Steuer setzen. Ein Fitness-Training für Ihren Nacken-Schulter-Gürtel ist sinnvoll, um Verspannungen vorzubeugen.“

Entspannung 
„Eine verkrampfte Sitzhaltung beim Autofahren kostet Sie die meiste Anstrengung. Optimal ist ein bequemer Sitz, auf dem Sie kein bisschen hin und her rutschen. Jede körperliche Fehlhaltung äußert sich nach einiger Zeit in Verspannungen. Halten Sie das Lenkrad mit beiden Händen, aber klammern Sie sich nicht daran fest. Nach einer brenzligen Situation atmen Sie mehrmals tief durch, um den Puls runterzubringen und die Anspannung abzubauen.“

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