Backen: Leckeres Brot braucht Zeit

Gutes Brot bedarf handwerkliches Können
Um Aromen voll auszubilden, braucht ein Brotteig bis zu 48 Stunden Zeit

Genussvolles Essen setzt erstklassige Lebensmittel voraus. Wie ein gutes Brot ensteht, lesen Sie hier

Natürlich mag man sich nur dann aufs Essen konzentrieren, wenn es schmeckt – und da ist beim Abendessen das bereits erwähnte erstklassige Brot entscheidend. Aber was ist das eigentlich?

Wer sich auf die Suche begibt, findet es zum Beispiel im Backhaus in Kirchheim/Teck, wo auf eine traditionelle Weise gebacken wird: "Mit Wasser, Mehl, Salz, Hefe oder Sauerteig und allenfalls noch Gewürzen, Körnern oder natürlichen Zutaten wie Oliven", sagt Leiterin Margot Cohrs. So zu arbeiten, erfordert wesentlich mehr handwerkliches Können und Zeit, als nur Fertigmischungen und Wasser in die Knetmaschine zu schütten oder angelieferte Teiglinge aufzubacken.

Die Teige müssen dafür ausdauernder geknetet und lange geführt werden – bis zu 48 Stunden vergehen vom Mischen der Zutaten bis zum Backen. "In dieser Zeit wird das Getreide von den Mikroorganismen des Sauerteigs oder der Hefe aufgeschlossen, die unbekömmlichen Stoffe ab- und Proteine umgebaut sowie Aromen gebildet", sagt Alexander Beck vom Büro für Lebensmittelkunde und -qualität in Bad Brückenau. "Je mehr Zeit man ihnen dafür lässt, desto besser schmeckt das Brot."

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