Ernährungsmythen: Legenden der Ernährung

Rotwein enthält gesunde Inhaltsstoffe
Ein Glässchen Wein ist alles andere als gesundheitsschädigend

Bewusste und gesunde Ernährung heißt nicht automatisch Entbehrungen. Ein paar Beispiele dafür, die gleichzeitig hartnäckige Märchen aus der Welt räumen

  1. Ein Gläschen in Ehren: Über den positiven Effekt von mäßigem Alkoholkonsum, etwa 32 g pro Tag für Männer (etwa 0,34 Liter Wein oder 0,75 Liter Bier), auf die Gesundheit gibt es inzwischen keinen Zweifel mehr. Bei einer unterkalorischen Ernährung (wenn Sie also mehr Kalorien verbrauchen, als Sie essen) hat gemäßigter Alkoholgenuss auch keinen Einfluss auf das Körpergewicht, trotz seiner Kalorien.
  2. Fleisch verursacht Krebs: Falsch! Bei guter Zubereitung (nicht scharf Anbraten oder Grillen) und hochwertigem Fleisch mit viel Gemüse kombiniert, ist aus gesundheitlicher Sicht gegen eine tägliche Portion nichts einzuwenden.
  3. Eier erhöhen den Cholesterinspiegel: Quatsch! Ein Eidotter enthält 200 mg Cholesterin aber auch große Mengen Lecithin, das einen großen Teil des Eiercholesterins gar nicht erst in die Blutbahn gelangen lässt. Die Substanz verhindert dessen Aufnahme im Darm, und so wird das meiste einfach wieder ausgeschieden. In Studien wurde nie ein Zusammenhang zwischen der Anzahl der wöchentlich gegessenen Eier und der Höhe des Cholesterinspiegels gefunden.
  4. Rohkost ist besser als verarbeitetes Gemüse: Auch das ist ein Ammenmärchen. In rohem Obst und Gemüse stecken mehr Vitamine und Mineralien als in gekochtem – aber was nützt das, wenn sie durch eine zu gute "Verpackung" für den Körper unerreichbar sind? So kann aus hartem Gemüse wie Karotten, Kürbis oder Broccoli im Rohzustand maximal vier Prozent der Carotinoide aufgenommen werden. Erst Hitze knackt den Panzer. Nur bei Obst kann man getrost auf die Hitzebehandlung verzichten.
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