Ausdauersport: Leistungsabfall nach Blutspende?

Frage: Ich jogge regelmäßig. Leidet meine Leistung, wenn ich Blut spende?
Justus Eisner, per E-Mail
Barfußlaufen im Sand stärkt das Sprunggelenk
Gestern hat er Blut gespendet – heute kann er wieder joggen

Unsere Antwort:

Ja, eine Blutspende führt bei Ausdauersportlern zu einem kurzfristigen Leistungsabfall. Das liegt vor allem am Verlust roter Blutkörperchen. Die sind für den Transport von Sauerstoff in die Muskulatur verantwortlich. "Dennoch können Sie bereits am Tag nach der Spende wieder Ihr übliches Pensum laufen – mit Leistungseinbußen, aber ohne ein erhöhtes Gesundheitsrisiko", so Geert Geusendam, Facharzt für Transfusionsmedizin beim DRK Blutspendedienst Nord.

Der Puls wird schneller steigen, sodass die Intensität gedrosselt werden muss. Eine Pulsuhr hilft im Zweifel, kritische Grenzen zu erkennen. "Der gesundheitliche Nutzen des Joggens jedoch bleibt bestehen", sagt Dr. Geusendam. Innerhalb von drei bis vier Wochen haben sich die Blutkörperchen fast vollständig erholt und verjüngt. Wodurch sich Ihre Leistungsfähigkeit sogar steigern könnte, da die Neuen besser durch die kleineren Blutgefäße passen und so einen schnelleren Sauerstofftransport ermöglichen.

Es spricht für einen Sportler also nichts dagegen, drei- bis viermal im Jahr eine Blutspende zu leisten. Im Gegenteil, man bekommt zudem einen kostenlosen Gesundheitscheck. Mehr Infos: www.blutspende.de

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