Rätsel Monogamie: Die Sucht, die blind macht

Nach einer Weile war er völlig abhängig
Warum sie und sonst keine? Mögliche Antwort: Es ist das Dopamin

Wenn Sie an Ihrer Frau hängen, liegt das vielleicht (unter anderem) an der guten alten Biochemie

Liebe macht abhängig wie eine Droge. Was der Mensch bereits aus dem Leben kennt, haben Wissenschaftler jetzt mit Hilfe der Biochemie an kleinen Wühlmäusen festgestellt, die wie die Menschen für langlebige Beziehungen bekannt sind. Verantwortlich für deren monogames Leben sei der Botenstoff Dopamin, so die Forscher der Florida State University. Diese Substanz spiele bei vielen Abhängigkeiten eine wichtige Rolle, unter anderem halte es Heroin-Fixer süchtig.

Ähnlich bei Wühlmäusen: Nach der Paarung schütten die Männchen normalerweise Dopamin aus und haben danach an anderen Weibchen kein Interesse mehr. Wenn die Biochemiker aber die Aktivität von eben dem Protein hemmten, das vom Dopamin aktiviert wird, dann fanden die Mäuse auch wieder an anderen Artgenossinnen Geschmack. Zwar könne man das Ergebnis nicht direkt auf den Menschen übertragen, so Studienleiter Brandon Aragona, doch das Prinzip sei das gleiche.

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