Partnerschaft: Liebesbriefe richtig deuten

Was sie Ihnen wohl sagen will...
Die Schreibe gibt Auskunft über den Charakter

Sie rechnen zum Valentinstag mit einem Liebesbrief? So lesen Sie die Botschaften zwischen den Zeilen

Schriftgröße
Als groß gelten Buchstaben, die in der Mittelzone (a, m, u) mehr als drei Millimeter zu bieten haben. „Hier weist die große Schrift auf Repräsentationsgabe, Begeisterungsvermögen und Unternehmungslust hin“, erläutert Gudrun Goldau vom Fachverband Deutsche Graphologen. Großschreiber sind meist selbstbewusste, tatkräftige und leistungsbereite Menschen. Ein bisschen mehr Realitätssinn könnte aber nicht schaden.

Große Anfangsbuchstaben
Initialen sind aussagekräftig, weil man sich bei ihnen mehr konzentriert als in der Wortmitte. Sie verraten, wie man zu sich selbst steht. Diese Anfangsbuchstaben-Varianten sind häufig: extragroße (Überlegenheitsgefühl), volle und breite (hohe Selbstsicherheit), isolierte (individualistisch) oder eher kümmerliche (anspruchslos, kleinmütig, unterwürfig).

Unterstreichung
Genauso rätselhaft wie die Schreiberin sind für den Laien Unterstreichungen: Sie können sowohl ein starkes Geltungsbedürfnis als auch einen Mangel an Selbstbewusstsein bedeuten. „Im Beispiel zeigt die Verzierung, dass die Frau viel Fantasie hat“, sagt die Expertin.

Rechtslage
Machen Sie sich auf ausgiebiges Kuscheln und tränenreiche Auseinandersetzungen gefasst: Bei Frauen, deren Schrift nach rechts geneigt ist, stehen Gefühle an erster Stelle. In diesem Fall allerdings noch im erträglichen Normalmaß. Wird der Winkel kleiner als 50 Grad, dürfen Sie u. a. auf echte Hingabe hoffen – und da nimmt man eine Portion Extrovertiertheit doch gerne in Kauf, oder? Wenn Ihre neue Flamme übrigens einen Linksdrall hat, dann machen Sie sich besser auf Distanziertheit, Hemmungen, Affektiertheit und Kontaktschwierigkeiten gefasst.

Oberzeichen
Sammeln Sie Punkte bei ihr. Oberzeichen wie i-Punkte sind aussagekräftig, weil sie unwillkürlich gesetzt werden. „Der runde Kreis anstelle des i-Punktes verrät leicht exzentrische Wesenszüge“, so Goldau. Frauen mit korrekt gesetzten Tüpfelchen sortieren ihre BHs im Schrank nach Farben (Ordnungswut), bei ungenauen Oberzeichen besitzen sie wahrscheinlich gar keinen (Unbekümmertheit), bei tief gesetzten Oberzeichen eher Stütz-BHs (Realitätssinn), bei hochgesetzten Wonderbras (Idealismus).

Ränder
Machen Sie wegen der Ränder keine Frau zur Randfigur in Ihrem Leben! An einem Liebesbrief gibt es theoretisch vier Ränder, die alle jeweils dick, normal, schmal, nicht vorhanden, regelmäßig oder unregelmäßig sein können. Selbst wenn Sie die richtige Randbreite zufällig erkennen, gibt es dafür jeweils unterschiedliche Auslegungsmöglichkeiten. Klar ist: Eine raumsparende, übersichtliche Einteilung des Briefbogens verrät einen Sinn für Ästhetik. Aber das war Ihnen sicher auch vorher schon klar. Schließlich steht diese Frau auf Sie.

Kleine Mittelzone
Tja, tut uns ehrlich leid: Hinter einer Mittelzone (auf Deutsch: die kleingeschriebenen a, m oder u) kleiner als zwei Millimeter verbirgt sich entweder ein in sich gekehrter Charakter oder jemand, der seine Gefühle nicht in den Mittelpunkt stellen will. Wenn Sie eine starke Frau für leidenschaftliche Nächte suchen – die hier ist es nicht. Dafür erledigt sie für einen Kuss (anspruchslos!) vielleicht Ihre Steuererklärung – und das absolut korrekt und konzentriert.

Steillage
Die Buchstaben stehen zwar wie eine Eins – doch ob das auch Auswirkungen auf Sie hat? In Steillage schreiben meist Frauen, die sich mehr von ihrem Verstand als von ihren Gefühlen leiten lassen. Wieder ist hier ein ganzes Bündel angenehmer Eigenschaften möglich. Solche Schreiberinnen wirken oft objektiv, kühl, reserviert, distanziert, abwartend, selbstdiszipliniert, innerlich gehemmt. Weitere Auslegungsmöglichkeiten: Wenn Sie Glück haben Rückgrat, Nachdenklichkeit, Stabilität. Ansonsten: mangelnde Nachgiebigkeit, Drang nach Selbständigkeit und eine Neigung zu übereilten Entschlüssen.

Keine Ränder
Ästhetische Formen sind dieser Frau eher egal – sorgen Sie rechtzeitig dafür, dass Sie es nicht auch werden.

Spiralförmig
Ein gutes Beispiel sind Einrollungen an den Ds. Bei dieser Frau haben Sie viele Freiheiten, denn „solche Elemente zeigen, dass die Frau sich vor allem mit sich selbst beschäftigt“, erläutert Goldau.

Weite Wortabstände
Ist Abstand halten die Devise dieser Frau? Immerhin verraten Lücken zwischen den Wörtern, wie viel Distanz sie zu ihren Mitmenschen braucht. Graphologisch normal sind Abstände, die genauso breit sind wie die Buchstaben. Weiterhin bedeuten sie Distanz, Zurückhaltung und den Wunsch, Übersicht zu gewinnen. „Die Frau in dem Beispiel kann sich neben aller Verbindlichkeit auch distanzieren. Wenn nötig, zieht sie sich bis zur Isolation in sich selbst zurück, um ihre empfindsamen Wesensseiten zu schützen“, deutet die Expertin. Kleine Wortabstände lassen hingegen auf Eigenschaften wie Kontaktfreudigkeit, menschliche Nähe und Wärme schließen.

Normale Schriftgröße
Keine Angst: In diesem Fall heißt „normal“ wirklich nicht „langweilig“. Eine normalgroße Schrift (Mittelzone zwischen 2,5 und 3 Millimeter hoch) stammt von Menschen mit tendenziell ausgeglichenem Charakter, die sich gleichermaßen von Gefühl und Verstand leiten lassen. Die Mittelzone gilt als die persönliche Sphäre, in der sich das Gemüt widerspiegelt. Die Oberzone (oberer Teil von Buchstaben wie dem F) symbolisiert eher das Geistige, Ideelle. Ausgeprägte Unterzonen (zum Beispiel die g-Schleife) versprechen zwar Spaß (viel Sex), doch den muss man teuer bezahlen, denn diese Frau steht auf materielle Werte.

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