Lebensmittelqualität: LOGI-Tipps für den Einkauf

Fleisch sollte immer fest und glatt sein. Kaufen Sie es am besten an der Theke
Sie erkennen gutes Fleisch an Aussehen und Geruch

Unsere LOGI-Tipps für den Einkauf verraten Ihnen, was beim Kauf und der Zubereitung diverser Lebensmittel zu beachten ist

Fleisch – besser als sein Ruf
Einkaufstipp: Sie erkennen frisches, qualitativ gutes Fleisch an seiner Färbung. Rindfleisch sollte saftig rot sein, Schweinefleisch rosa, Geflügel hellrosa. Das Fleisch sollte fest und glatt sein. Fleisch, das schon länger gelagert wurde, hat einen ins bräunlich gehenden Ton und weist Druckstellen auf.

So können Sie das Fleisch zarter machen: Legen Sie das Fleisch über Nacht zum Beispiel in Milch, Buttermilch, Essig oder Wein ein. Durch dieses Marinieren wird es zarter und auch haltbarer. Und wenn Sie das Fleisch erst nach dem Braten salzen, bleibt es schön saftig.

Nüsse – harte Schale, gesunder Kern
Einkaufstipp: Sehen Sie sich jede Nuss vor dem Verzehr genau an, denn Nüsse können durch falsche Lagerung oder Verpackung schnell zu gefährlichen Schimmelpilzträgern werden. Dadurch wird die gesunde Nuss zu einem hochgiftigen Lebensmittel, das nicht nur Darmverstimmungen, sondern auch Krebs hervorrufen kann.
Machen Sie beim Kauf von ganzen Nüssen in der Schale den Schütteltest: Hören Sie ein Klappern, ist die Nuss eingetrocknet und nicht mehr genießbar. In Plastikverpackungen können Nüsse eher schimmeln, da sich schneller Feuchtigkeit bildet. Wenn das Fett ranzig geworden ist, glänzen die Nüsse. Kaufen Sie "schön" glänzende Nüsse lieber nicht, und auch keine Nüsse mit schwarzen Flecken auf der Schale, das ist ebenfalls ein Zeichen für Schimmelbefall.

Eier – Freispruch für das gesunde Naturprodukt
Küchentipp: Machen Sie mit Eiern einen Frischetest, zum Beispiel den Schwimmtest. Legen Sie das Ei in ein Glas mit kaltem Wasser. Ist das Ei frisch, bleibt es unten liegen. Je älter das Ei ist, desto größer wird seine Luftkammer, darum wandert es im Wasserglas Richtung Oberfläche. Oder machen Sie den Schütteltest: Wenn Sie beim Schütteln des Eies ein gluckerndes Geräusch hören, ist das ein Zeichen für ein altes Ei – wegen der vergrößerten Luftkammer. Auch der Eidotter-Test gibt Auskunft über die Frische. Schlagen Sie das Ei auf und lassen Sie es auf einen Teller oder in eine Schüssel gleiten. Wenn der Eidotter schön gewölbt ist, in der Mitte bleibt und sich klar vom Eiklar abtrennt, ist das Ei frisch. Flache Eidotter sind ein Zeichen für alte Eier.

Fisch – die Power aus dem Meer
Einkaufstipp: Sie erkennen frischen Fisch an seiner metallisch schimmernden Haut und festen Schuppen. Die Augen sind prall, klar und nach vorne gewölbt, die Kiemen haben eine hellrote Farbe und der Fisch riecht angenehmen und nur leicht nach Meer. Sein Fleisch ist fest, was Sie mit dem Fingertest prüfen können: Drücken Sie Ihren Finger in das Fleisch, wenn Sie ihn wieder wegnehmen, muss sich die Druckstelle sofort wieder zurückformen. Bleibt eine Druckstelle, liegt der Fisch schon länger. Auch bei frischem Fischzuschnitt sollte das Fleisch fest sein.

Finger weg vom Fisch, wenn...

  • dem angeblich "frischen" Fisch die Augen entfernt wurden oder wenn die Augen trüb bzw. milchig sind
  • sich die Schuppen leicht lösen
  • die Haut blass ist und die Kiemen dunkelrot bis braun sind
  • der Fisch fischig riecht
  • der frische Fisch nicht ausreichend mit Eis bedeckt ist
  • sich im Beutel bei tiefgefrorenen Produkten Schnee gebildet hat.

Tipps für gutes Gelingen: Spülen Sie den Fisch vor der Verarbeitung unter fließendem, kaltem Wasser ab. Beträufeln Sie ihn dann mit etwas Zitronensaft, dieser macht das Fleisch fester. Zum Braten eignen sich ganze Fische oder Fischfilets mit Haut, denn sie zerfallen beim Braten nicht.

Obst und Gemüse – je bunter desto besser
Einkaufs- und Lagerungstipps: Um den Vitamin- und Mineralstoffgehalt in Gemüse und Obst möglichst lange zu bewahren, ist es wichtig, schon beim Einkauf die Augen offen zu halten, und dann die Lebensmittel richtig zu lagern.

  • Kaufen Sie nur Obst und Gemüse ohne Druckstellen und Verletzungen.- Lagern Sie Obst und Gemüse möglichst dunkel: Vitamin C ist sehr lichtempfindlich
  • Bevorzugen Sie beim Einkauf Obst- und Gemüsesorten der Saison
  • Bewahren Sie kälteresistentes Obst und Gemüse im Gemüsefach auf, am besten in Krepppapier gewickelt. Dadurch bleibt es länger frisch
  • Lagern Sie Karotten ohne Grün, dann welken sie nicht so schnell
  • Bewahren Sie kälteempfindliches Obst und Gemüse nicht im Kühlschrank auf: Zitrusfrüchte, Trauben, Ananas, Bananen, exotische Früchte; Auberginen, Paprika, Zucchini, Tomaten, Gurken, Avocados, Melonen

Hülsenfrüchte – wieder zum Leben erweckt
Essen Sie Hülsenfrüchte niemals roh, garen Sie sie grundsätzlich lange genug: Hülsenfrüchte enthalten giftige Begleitstoffe, die erst durch 10-minütiges Erhitzen unschädlich werden.
Einkaufstipp: Achten Sie darauf, dass die Hülsenfrüchte alle etwa die gleiche Größe haben, keine Dellen oder vertrockneten Stellen aufweisen.

Hochwertige Fette und Öle – Balsam für unsere Gefäße
Einkaufstipp: Bevorzugen Sie vollfette Milchprodukte statt rahmiger Varianten, halten Sie sich an Käsesorten mit maximal 45 Prozent Fett in der Trockenmasse (F.i.Tr.). Greifen Sie lieber zu mageren Fleisch- und Wurstsorten. Verzichten Sie weitgehend auf den Konsum pflanzlicher Fette mit hohem Anteil an der Omega-6-Linolsäure, wie etwa Sonnenblumen-, Maiskeim-, Weizenkeim-, Distel- und Traubenkernöl und daraus hergestellte Margarinesorten. Bringen Sie dafür mehr Omega-3-reiche Fettsäuren auf den Tisch. Die besten Quellen sind Seefisch, Wild, Fleisch aus artgerechter Haltung, Rapsöl, Walnüsse und Leinsamen bzw. daraus hergestelltes Öl.

Pragmatisch wäre, bei Fischmahlzeiten Olivenöl und bei der Zubereitung von Fleisch Rapsöl einzusetzen, um ein jeweils günstiges Omega-6- zu Omega-3-Fettsäurenmuster zu erzielen. Zusätzlich sollte man auch immer wieder andere pflanzliche Lebensmittel mit interessantem Gehalt an Omega3-Fettsäuren essen. Neben Walnüssen und Leinsamen sind das vor allem grüne Blattgemüse wie Spinat, Mangold und Portulak.

Olivenöl wird im Idealfall kalt verwendet. Es passt ideal zu Rohkostplatten und Salaten. Auch das hochwertige Walnussöl ist ein Liebling der kalten Küche, es verleiht Salaten, kalt gerührten Saucen und Gemüse eine angenehm nussige Note. Zum Kochen eignen sich Kokosfett, Butter oder Rapsöl, da deren Fettsäuren hitzestabil sind. Sonnenblumenöl und Margarine sollten Sie wegen ihres hohen Anteils an Omega-6- bzw. an trans-Fettsäuren meiden.

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