Mit Fisch zum Nobelpreis: Machen Omega-3-Fettsäuren wirklich schlau?

Frage: Machen Omega-3-Fettsäuren wirklich schlau?
Heribert Wener, per E-Mail
Tunfisch aus der Dose gesund?
Omega-3-Fettsäuren stärken Konzentration und Gedächtnis

Unsere Antwort:

Omega-3-Fettsäuren sind essenzielle Fette, die der Körper benötigt, aber nicht selbst herstellen kann. Sie dienen als Bausteine für Zellmembranen und Botenstoffe vor allem im Gehirn und sollen beim Schutz vor Herz-Kreislauf- sowie Autoimmunkrankheiten eine Rolle spielen. Effekte einer fettsäurereichen Ernährung wurden nachgewiesen, fielen aber bei Erwachsenen nicht eindeutig aus. Andere Versuche waren jedoch so viel versprechend, dass weiter geforscht wird: So verlangsamte die Fettsäure bei Mäusen die Nervenzerstörung im Gehirn, Kinder zeigten in einer Studie der Oxford-Universität nach der langfristigen Gabe von Fettsäuren bessere Schulleistungen. Deshalb ist es gut, auf Omega-3-Fettsäuren zu achten – und auf einige weitere Tipps zum Thema Gehirnnahrung:

Fettsäuren: Sie sind in fetten Kaltwasserfischen wie Lachs, Hering und Tunfisch enthalten sowie in Leinsamen-, Walnuss- und Rapsöl. In Fischölkapseln sind nicht unbedingt die entscheidenden Fettsäuren in relevanter Menge enthalten. Darum raten Forscher wie Tobias Hartmann von der Universität Heidelberg zur Ernährung mit natürlichen Fettsäuren.

Genügend trinken: Läuft der Denkapparat trocken, lassen Gedächtnis und Konzentration nach. Achten Sie darum auf Flüssigkeitsnachschub!

Vollkorn statt Weißmehl: Schüler, die hochwertige Kohlenhydrate zu sich nahmen, schnitten bei kniffligen Aufgaben besser ab. Vollkornprodukte versorgen das Gehirn über lange Zeit gleichmäßig mit Energie.

Kaffee: Ist besser als sein Ruf. Steigert – wenn auch nur vorübergehend – die geistige Leistung und Aufmerksamkeit.

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