Abnehm-Methoden: Macht Low-Fat glücklicher?

Die Art und Weise der Diät sollte gut durchdacht sein
Neben Sport ist auch eine Diät wichtig für den Abnehm-Erfolg

Fettarme Diäten sorgen offenbar für bessere Laune als kohlenhydratarme. Diese Erkenntnis gilt allerdings nicht für alle Low-Carb-Methoden

Die Art einer Diät hat nicht nur für den Bauch, sondern offenbar auch für den Kopf Konsequenzen: Denn laut einer australischen Studie sorgt beispielsweise fettarme Ernährung (Low Fat) auch noch lange nach einer Diät für eine bessere Stimmungslage als kohlenhydratarme Ernährung (Low Carb). Allerdings lasse sich diese Erkenntnis nicht auf alle Low-Carb-Methoden übertragen, erklärt Ökotrophologe Dr. Nicolai Worm aus München.

Für die Studie hatten Ernährungswissenschaftler des Forschungszentrums CSIRO in Adelaide Teilnehmer einer Low Carb und einer Low Fat-Gruppe beobachtet. Die Pfunde purzelten zwar bei beiden Versuchsgruppen gleichermaßen – sie verloren in einem Jahr etwa 13,5 Kilo – und beide Gruppen gaben nach zwei Monaten an, dass sie sich ausgeglichener und besser gelaunt fühlten als vor der Diät. Allerdings sei das ein normaler Effekt des Diäterfolges, so die Forscher. Nach einem Jahr allerdings ließ sich eine bessere Laune nur noch bei der Low Fat-Gruppe nachweisen. Die Low Carb-Gruppe hingegen verfiel wieder in den gleichen Gemütszustand wie vor der Diät – da hatten sich die Teilnehmer über Unzufriedenheit und schlechte Laune beklagt.

Das Problem: Bei der australischen Studie durften die Teilnehmer nur 20 bis 40 Gramm Kohlenhydrate täglich essen. "Eine Diät mit derart geringen Mengen an Kohlenhydraten täglich bedeutet praktisch kein Obst, kein Glas Wein, kein Glas Bier, kein Stück Schokolade. Kein Wunder, wenn das schlechte Laune macht", so Worm. Folglich seien die Ergebnisse der Studie nicht unbedingt auf moderat kohlenhydratreduzierte Diäten, wie etwa die LOGI-Methode, zu übertragen.

Sponsored SectionAnzeige